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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Hoffnungszeit - Impuls zum 2. Advent

"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Mundschutz ist während des ganzen Gottesdienstes verpflichtend. Gefordert sind medizinische Masken ("OP-Masken") oder FFP2-Masken. Ausnahme sind Gottesdienste im Freien, hier kann die Maske am Platz abgenommen werden.

Eine Teilnehmerliste muss geführt werden.

Der Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden.

Gemeindegesang mit Maske ist möglich, soll allerdings zurückhaltend eingesetzt werden (bitte dafür nach Möglichkeit das eigene Gotteslob mitbringen).

Predigt zum 2. Adventssonntag (5.12.21)  Pfr. E. Jans 

„Bereitet dem Herrn den Weg“
Diesen Auftrag hören wir jedes Jahr am zweiten Adventssonntag. Und damit verbunden war im Evangelium der Wunsch, dass Hügel und Berge sich senken mögen und die Täler eingeebnet werden. Dass damit nicht die Allgäuer Berge und Täler gemeint sind ist klar. Wäre ja auch zu schade um den Hochgrat oder das Rindalphorn. Nein, da wäre es nicht gut, alles einzuebnen. Es geht natürlich eher im übertragenen Sinn um Berge, die uns im Weg stehen, Berge von Sorgen und Problemen, die sich vor uns anhäufen.
Aber ich meine, es lohnt sich, da ein wenig näher hinzuschauen. Ganz ähnlich klang es ja schon in der Lesung aus dem Buch Baruch: „Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land, sodass Israel … sicher dahinziehen kann.“
Hier ist das Bild vom Weg doch relativ wörtlich zu verstehen. Jedenfalls geht es um die Sehnsucht, dass Israel auf sicherem Weg heimkehren könne. Große Teile der Bevölkerung lebten in der Verbannung, und Baruch machte ihnen Mut: Gott wird euch eine Möglichkeit zur Heimkehr schaffen, er wird alle Hindernisse aus dem Weg räumen. „Gott führt Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit; Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.“
Hier ist es also eindeutig Gott selbst, der den Weg bereitet.
Und ich glaube, wenn wir den Auftrag des Täufers betrachten, der seine Zuhörer auffordert, den Weg zu bereiten, dann müssen wir immer dies im Hinterkopf behalten: Zuallererst ist es Gott selbst, der den Weg bereitet. Gott sucht den Weg zu uns – das ist eine zentrale Botschaft des Advents. Gott will uns einen Weg ebnen, einen Weg, der zum Frieden, zum Heil, zum Glück führt.
Aber dass dieser Weg beschritten werden kann, dazu braucht es eben auch die Menschen. Deshalb ist es berechtigt, wenn Johannes der Täufer sagt: Bereitet dem Herrn den Weg. Denn auch wir können und sollen etwas tun, damit Gott zu uns kommen kann, damit, wie es im Evangelium hieß, „alle Menschen das Heil Gottes schauen können.“

Wie kann dieser Weg nun bereitet werden? Ich glaube, das muss letztlich jeder für sich herausfinden, einfach deshalb, weil der Weg eines jeden anders aussieht. Sich Zeit nehmen für Gott, sich Zeit nehmen für den Nächsten, sich einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit … es gibt viele Möglichkeiten, diesen Weg zu bereiten. Und wenn wir heute das Frauenbundjubiläum feiern, so kann man wohl zurecht sagen: auch das Engagement im Frauenbund kann solch ein Wegbereiten sein. Und ich bin sicher, in den letzten 100 Jahren wurden da manche Wege gut bereitet! Andererseits könnten und sollten wir uns immer auch fragen - ob im Frauenbund oder in anderen kirchlichen Gruppen: Bereiten wir mit dem, was wir tun, wirklich Gott den Weg? Dabei will ich betonen: dieses „Wegbereiten“ darf man durchaus in recht weitem Sinne verstehen: Wer im Frauenbund mit anderen den Glauben teilt, wer im Kirchenchor zur Ehre Gottes und zur Freude der Gemeinde singt, wer als Lektor*in das Wort Gottes verliest, wer Kranke besucht … all diese Menschen bereiten auf ihre Weise dem Herrn den Weg. Und doch ist es immer wieder eine heilsame Frage bei all unserem kirchlichen Tun: Wie nahe sind wir beim Auftrag des Täufers: Bereitet dem Herrn den Weg? Helfen wir, dass Gott den Weg zu uns Menschen finden kann? Tragen wir dazu bei, dass Gott und Mensch segensreich sich begegnen können? Ich hoffe, bei aller menschlichen Schwäche und bei allen menschlichen Fehlern kann doch die Kirche insgesamt und auch die einzelnen Menschen in ihr immer wieder gute Wegbereiter sein – damit, wie es im Evangelium hieß, möglichst viele Menschen „Gottes Heil schauen können“. Amen.

Predigt zum 1. Adventssonntag (28.11.21)  Pfarrvikar Dieter Huynh

„Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.“ – Mit diesen Worten endete das Evangelium des gestrigen Samstags, des letzten Tages des alten Kirchenjahres.
„Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.“ – Das waren die letzten Worte des heutigen Evangeliums, des Ersten Adventssonntags. Es ist ein sanfter Übergang zwischen den Kirchenjahren. Der Grundton ändert sich nicht, die Grundbotschaft bleibt dieselbe: Wacht und betet allezeit, damit ihr vor den Menschensohn hintreten könnt. Wenn das eine Grundbotschaft für uns ist, dann müssen wir uns fragen, was sie konkret für das christliche Leben bedeutet, wie wir sie in unserem Leben umsetzen können.
Wachsamkeit
Die Wachsamkeit wird im Evangelium ja in den letzten und ersten Wochen des Kirchenjahres immer wieder beschworen. Denken wir an den klugen Knecht, der das Kommen seines Herrn erwartet. Oder an die klugen Jungfrauen, die genug Öl bereithielten, um auch zur Mitternacht dem Bräutigam noch entgegengehen zu können. Klugheit und Wachsamkeit sind Eigenschaften, die den Menschen befähigen, dem wiederkommenden Herrn begegnen zu können, vor ihn hintreten zu können, wie es in den Evangelien des gestrigen und heutigen Tages heißt.
Doch die Begegnung mit Jesus Christus vollzieht sich auf unterschiedliche Art und Weise. Nicht nur am Ende der Zeiten, sondern auch am Ende eines jeden Lebens. In den allermeisten Fällen kommt dieses Lebensende nicht nach Plan, sondern zu unbestimmter Zeit, selbst wenn jemand wegen seines hohen Alters oder einer Krankheit mit dem baldigen Ende rechnen muss. Es kommt mitunter völlig unvermutet, „plötzlich und unerwartet“, wie es manchmal in Todesanzeigen heißt. Heißt das also, dass wir jeden Tag daran denken müssen? Das kann ja auch lähmend sein, weil man sich denkt: Was soll ich dann noch beginnen?
„Falsche Sicherheit“
Richtig ist allerdings, dass man das Ende der Zeit, auch der eigenen Zeit, nicht verdrängen soll. Im Gotteslob von 1975 stand unter den Gesängen zur „Wiederkunft“ auch das Lied „Der Herr bricht ein um Mitternacht“ (GL 567, 1). In diesem Lied heißt es: „Wie liegt die Welt so blind und tot, sie schläft in Sicherheit und meint, des großen Tages Not sei noch so fern und weit“ (2). Wie gern wiegen wir uns in Sicherheit und denken nicht daran, dass auch für uns eines Tages diese Begegnung kommen wird – und auch die eigene Not, die möglicherweise damit verbunden ist. Wer sich in Sicherheit wiegt, wird diesem alles entscheidenden Tag nicht gerecht. So wie man sich auf das Kommen eines Menschen oder einer wichtigen Entscheidung vorbereitet, sollte man auch das Kommen Christi im Blick haben. In dem genannten Lied heißt es weiter: „So wach denn auf, mein Geist und Sinn und schlummre ja nicht mehr. Blick täglich auf sein Kommen hin, als ob es heute wär“ (5).
Eine Vorbereitung auf das eigene Ende? Da denken wir heute an ein rechtzeitiges Testament, an eine Patientenverfügung oder ähnliches. In früheren Zeiten war dies eher geistlich gemeint im Sinne einer „ars moriendi“, einer Einübung in das Sterben müssen.
Das klingt sehr dramatisch, ist aber oft allein schon durch das Gebet, den Blick auf das Kreuz, die gesuchte Nähe zu Gott gegeben. Das kirchliche Abendgebet, die Komplet, die wir Priester (und Diakone) vor dem Schlafen gehen, beten, endet mit den Worten: „Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Gott.“ Unsere sehr diesseitig ausgerichtete Zeit und Gesellschaft verdrängt diesen Gedanken an das Ende eher. Das ist aber im spirituellen Sinn ein Verlust.
Vorbereitung auf das Kommen Christi
Die Bereitschaft auf das Kommen Christi bezieht sich aber nicht nur auf das Lebens- und Weltende. Wir begegnen ihm ja immer wieder, im Gottesdienst vor allem, in der heiligen Kommunion wie auch in seinem Wort, das er an uns richtet, auch in der feiernden Gemeinschaft. Auf dieses heilige Geschehen kann und soll man sich bereiten – vor und zu Beginn der Messe, aber auch vor der Kommunion. Es sind große Momente, wenn wir die Gegenwart Christi unter uns feiern und Gott selbst begegnen dürfen. „Erhebet die Herzen. – Wir haben sie beim Herrn“; dieser kurze Dialog vor dem Hochgebet will ja eben das ausdrücken.
Und in einem Lied heißt es: „Gott ist gegenwärtig, lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten“ (GL 387).
Und wie ist es außerhalb dieser heiligen Momente, im Alltag? Haben wir dort den Herrn vor Augen –nicht nur, wenn er uns in vielleicht unseren Nächsten begegnet? Denken wir an ihn auch außerhalb der Gottesdienste? Spielt Gott in diesem Alltag überhaupt eine Rolle? Das kann ein Gefühl der Dankbarkeit sein in einem besonders schönen Moment, ein „Ich danke dir, Gott, dass du mich das erleben lässt“, eine Bitte, auch eine Klage in Momenten der inneren Dunkelheit.
Gott nahe wissen in Jesus Christus an unserer Seite: Das ist wohl der eigentliche Sinn des „Wachet und betet allezeit“: Gott soll in unserem Leben präsent sein. Nicht nur im Blick auf das Ende, nicht nur im Gottesdienst in den heiligen Momenten, sondern ganz schlicht auch im Alltag. Dann kann sein endgültiges Kommen auch nicht erschrecken.


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