Aktueller Impuls - bitte auf Button klicken.

Katholische Seelsorgeeinheit Isny

"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten - Anmeldung für Gottesdienste der Osterfeiertage

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Mundschutz ist während des ganzen Gottesdienstes verpflichtend. Gefordert sind medizinische Masken ("OP-Masken") oder FFP2-Masken

Eine Teilnehmerliste muss geführt werden.

Gemeindegesang ist nicht möglich (weiterhin möglich bleibt aber, dass einzelne oder kleine Gruppen als Vorsänger bzw. Instrumentalisten mitwirken).

Andere Regeln wie der Mindestabstand von 1,5 m und Händedesinfektion gelten unverändert weiter. Ebenso dürfen weiterhin Personen mit Krankheitssymptomen nicht an den Gottesdiensten teilnehmen.

Anmeldung: Bei den voraussichtlich gut besuchten Gottesdienst wird um eine Anmeldung im Pfarrbüro gebeten. Nur so kann garantiert werden, dass Sie einen Platz erhalten.

"Präsenzgottesdienste" sind erlaubt, solange die Inzidenz im Landkreis unter 200 liegt.

Predigt zum 3. Sonntag der Osterzeit: "... das Verständnis der Schriften" (Lk 24,35-48) Pfr. E. Jans

Lukas 24,45-46

45Darauf öffnete er ihren Sinn
für das Verständnis der Schriften.
46Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben:
Der Christus wird leiden
und am dritten Tag von den Toten auferstehen


Liebe Gemeinde
„Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften“ Dieser Satz ist vielleicht eher unscheinbar, aber mit ihm sind wir schnell bei zwei wichtigen Themen: zum einen das Verhältnis zu unseren jüdischen Wurzeln und zum andern das Verständnis der österlichen Botschaft. Um mit dem Verhältnis zu den jüdischen Wurzeln zu beginnen: Es fällt in den Evangelien immer wieder auf, wie sie bemüht sind zu erklären: alles, was mit Jesus geschah, gerade auch an Ostern, ist so schon in den Schriften grundgelegt. Und mit den „Schriften“ ist natürlich die damalige Heilige Schrift der Juden gemeint – also das, was wir heute das Alte Testament nennen. Offensichtlich war es dem Evangelisten Lukas und den anderen frühen Christen wichtig zu zeigen: wir erfinden nichts Neues, wir wollen uns auch gar nicht vom Alten trennen. Wir stehen und wir bleiben auf der Grundlage der Schriften – und damit auf der Grundlage des jüdischen Glaubens.
Damit ist natürlich klar: Antisemitismus oder Judenfeindlichkeit hat in der Kirche keinen Platz. Heute ist das – hoffentlich – eine Selbstverständlichkeit. Aber ein Blick in die Geschichte zeigt doch, dass es auch und gerade in den Kirchen manche Judenfeindlichkeit gab. Dabei müsste doch der Blick in die Evangelien schnell zeigen: Jesus wurde als Jude geboren, er lebte als Jude und er starb als Jude. Und alles was er tat und lehrte, tat und lehrte er auf der Grundlage seines jüdisch geprägten Glaubens – „gemäß der Schrift“, wie oft über ihn gesagt wird. Wer also judenfeindlich ist, ist zugleich auch „christusfeindlich“.
Die weitergehende Frage ist freilich: Ist das, was an Ostern geschehen ist, wirklich so bereits im Alten Testament vorhergesagt? Ist es nicht doch etwas ganz Anderes, etwas ganz Neues? Und damit sind wir bei der zweiten Frage, nämlich wie die österliche Botschaft „gemäß der Schrift“ zu verstehen ist.
Der Evangelist Lukas führt aus: „So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen“. Auf den ersten Blick scheint dieser Satz recht klar: das Alte Testament kündigt an und im Neuen Testament, mit Christus, erfüllen sich die Ankündigungen.
Das Problem ist nur, dass im Alten Testament nirgends der Satz steht, dass Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde.
Trotzdem sagt Lukas, das alles geschehe gemäß der Schrift. Das kann doch nur heißen, es geht hier nicht um eine buchstäbliche Ankündigung. Wenn ich diese Aussage in der Schrift finden will, dann darf ich nicht am Buchstaben kleben bleiben, dann muss ich auch mal zwischen den Zeilen lesen.
Vereinfacht kann man es so sagen: Das Alte Testament erzählt nirgends, dass der Sohn eines Zimmermanns aus Nazareth am Kreuz sterben werde, aber es erzählt von manchen Leiden der Menschen und von der Hoffnung, dass Gott in diesen Leiden da ist. Das Alte Testament erzählt auch nicht von einer Auferstehung am dritten Tag, aber es erzählt zwischen den Zeilen immer wieder von der Hoffnung, dass die Gewalt, der Hass, der Tod nicht das letzte Wort haben darf. Und genau diese Hoffnung hat sich in Tod und Auferstehung Jesu erfüllt: Hier zeigt sich: Gottes Liebe ist tatsächlich stärker als all die lebensfeindlichen Mächte. Das jedenfalls war die Überzeugung des Lukas und das darf auch unsere Überzeugung sein.
Und so haben diese alttestamentliche Hoffnung und die österliche Botschaft auch noch viel mit uns heute zu tun. Insgesamt erzählt das Alte Testament viel von den Höhen und Tiefen in der Geschichte des Volkes Israels und im Leben des Einzelnen. Es erzählt von der Freude über die Rettung durch Gott ebenso wie von der Klage, wenn man sich in den Tiefen des Lebens von Gott verlassen fühlte. Es erzählt in all dem von der Suche nach einem Gott, auf den in all dem Auf und Ab des Lebens Verlass ist. Und es erzählt von der Hoffnung auf einen Gott der gerade in den Tiefen des Lebens da ist für die Menschen.
Solche Tiefen erfahren auch wir immer wieder – sei es wegen Corona, sei es aus ganz anderen Gründen. Und dann kann auch uns diese biblische Hoffnung tragen:
Es mag manchmal düster aussehen im Leben und in der Welt, aber noch in der tiefsten Tiefe und in der dunkelsten Finsternis ist Gott da. Und wo Gott ist, da ist Hoffnung und da ist Leben. Amen.


Osterpredigt: Das Osterevangelium ist kein Osterwitz; Pfr. Dieter Huynh

Vom Mittelalter an bis hinein ins 19. Jahrhundert gab es in einigen Regionen – vor allem in Bayern – einen besonderen Brauch zu Ostern: Der Pfarrer versuchte in der Osterpredigt, die Gottesdienstbesucher durch komische Geschichten und Witze zum Lachen zu bringen. Der „Risus paschalis“ – das Osterlachen – sollte die Osterfreude zum Ausdruck bringen und den Tod „auslachen“.

Das leere Grab ist nicht die Pointe nach der Passion
Also: Kennen Sie den?
Josef von Arimathäa hatte sein eigenes Grab für das Begräbnis Jesu zur Verfügung gestellt. Am Abend kommt er nach Hause und versucht seiner Frau schonend beizubringen, dass die Familiengrabstätte nun belegt sei. Seine Frau regt sich auf, wird wütend und schreit: „Josef, wie konntest du nur? Das ist unser Grab!
Wo sollen wir jetzt bestattet werden, wenn wir sterben?“ Josef bewahrt die Ruhe, atmet tief durch und sagt: „Schatz, reg dich doch nicht so auf! Es ist doch nur über’s Wochenende!“
Im heutigen Evangelium erfahren wir, dass Jesu Tod und Auferstehung für seine Jünger und Freunde eben kein kurzer Wochenend-Trip war. Das leere Grab ist für sie auch nicht die Pointe nach der Passion. Der Evangelist Johannes schildert, wie drei seiner Freunde mit dieser unglaublichen Botschaft umgehen: Jeder hat seinen eigenen Zugangsweg und seine eigene Geschwindigkeit, das Unfassbare zu glauben.

Petrus der Spurensicherer braucht Zeit
Petrus geht im leeren Grab bedacht vor: Wie ein Experte in einem Kriminalfall sichert er Spuren und sammelt Beweise und Indizien, die für eine Auferstehung von den Toten sprechen: „Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.“ Petrus, der „Spuren-Sicherer“, braucht Zeit. Er will das alles verstehen und mit seiner Seele einholen. Die Evangelien berichten, wie Petrus nach und nach ganz persönliche Erfahrungen mit dem Auferstanden macht und so zu einem Zeugen der Auferstehung wird.

Johannes, der Lieblingsjünger, sieht mit dem Herzen
Bei Johannes – dem Jünger, den Jesus liebte – geht das schneller: „Er sah und glaubte.“ Johannes braucht keine handfesten Beweise. Er hat einen intuitiven Zugang zum Geschehen. Er lässt sich berühren von einem Geheimnis, das seinen Verstand übersteigt. Johannes sieht mit den „Augen seines Herzens“. Die Liebe zum Herrn macht ihn blitzschnell zum Zeugen der Auferstehung.

Maria von Magdala braucht eine Begegnung mit dem Herrn
Maria von Magdala reicht das leere Grab allein nicht aus, um glauben zu können, dass Jesus lebt.
Der Schmerz über den verschwundenen Leichnam zerreißt sie. Sie kann ihre Tränen nicht zurückhalten. Maria genügen auch nicht die verheißungsvollen Worte der Engel. Selbst als der Auferstandene vor ihr steht, hält sie ihn für den Friedhofsgärtner und will den Vorfall des leeren Grabes aufklären: „Sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.“ Maria braucht die persönliche und vertraute Ansprache Jesu. Nach dieser Begegnung läuft sie wieder mit einer Botschaft zu den Jüngern. Jetzt aber ist sie nicht nur Botin des leeren Grabes, sondern Zeugin der Auferstehung.

Selber zu Zeugen der Auferstehung werden
Wir sind heute gekommen, um Ostern zu feiern: Wir hören die Zeugnisse der Bibel, der Chor schmettert die schönen Osterlieder. Wir bekräftigen aber auch unseren Glauben an die Auferstehung.
Diese alljährliche Feier garantiert uns aber „im Ernstfall“ keinen österlichen Jubelruf: Jeder Todesfall, jede Erfahrung von Abschied ohne Wiederkehr, fordert uns und unseren Auferstehungs-Glauben heraus.
Jeder hat eigene Zugangswege und seine eigene Geschwindigkeit zu glauben. Dies sollte man sich stets bewusstmachen! Der österliche Glaube will und muss wachsen. Er will nicht unsere Ängste, Sorgen und Zweifel übertünchen. Besonders in der aktuellen Pandemie fällt es uns schwer hoffungsvoll zu bleiben. „Aus Angst vor den Viren laufen wir Gefahr, uns voneinander abzuschotten und uns hinter unseren Ängsten zu verbarrikadieren“, sagt Bischof Gebhard Fürst.
Im Tagesgebet haben wir heute gebetet: „Schaffe uns neu durch deinen Geist, damit wir auferstehen und im Licht des Lebens wandeln.“ Dieser Geist Gottes, um den wir bitten, achtet unsere Freiheit. Niemand wird von ihm verwandelt, wenn er sich innerlich dagegen wehrt.

Wenn der österliche Glaube – die Überzeugung, dass Gott den Tod ein für alle Mal besiegt hat – authentisch sein soll, dann darf und muss er wachsen und reifen durch allen Zweifel hindurch, ein Leben lang. Letztlich muss sich unser Glaube von Gottes Geist wandeln lassen, uns geschenkt werden. Und so können auch wir Zeugen der Auferstehung Jesu werden. Das ist kein Oster-Witz!

Musikalischer Ostergruß 

mit Pfarrer Dr. Edgar Jans, Laura Autenrieth, Daniel Olbricht und Christian Schmid


Das Pastoralteam der Seelsorgeeinheit Isny wünscht gesegnete Ostertage


Aktuelles



Unsere Sakramente

Taufe

Taufe

(Erst-) Kommunion

(Erst-) Kommunion

Firmung

Firmung

Trauung

Trauung

Salbung

Krankensalbung

Beerdigung

Beerdigung

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen