Orgeln

Die Katholische Kirchengemeinde Isny ist in der komfortablen Situation, mit den Kirchen St. Maria und St. Georg zwei großartige Kirchen zu haben. In beiden Kirchen stehen zwei klangvolle Instrumente, die wie die beiden Kirchen unterschiedlicher nicht sein könnten.

Die ältere Orgel steht in der Kirche St. Georg. Passend zum Kirchenraum eignet sich das Instrument klanglich besonders für die Musik des Barock, der Wiener Klassik und der frühen Romantik. Die Georgsorgel blickt insgesamt auf eine über 300-jährige Geschichte zurück und sie wurde 2020 von Orgelbauer Josef Maier überholt und gereinigt.
Die Marienorgel ist dagegen noch recht jung, denn sie wurde erst im Jahr 2005 eingeweiht. Josef Maier aus Hergensweiler hat ein Instrument gebaut, mit dem sich insbesondere die Musik der Romantik klanglich adäquat darstellen lässt.

Die Orgeln sind jedes Jahr konzertant u. a. beim Isnyer Orgelherbst und im liturgischen Rahmen zu hören.

Orgel in St. Georg 

Erbauer: Gehäuse von Johann Michael Bihler (1745), Orgelwerk von Karl (1976)
33 Register auf 3 Manuale

Orgel in St. Georg

© Heinz Bucher

Technik:
Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur.
Spielhilfen: Koppeln I/P. II/P, III/P, III/II, III/I, II/I
Tutti, Zungenabsteller
Setzeranlage

Disposition

Manual 1: Hauptwerk
1. Bourdon 16´
2. Prinzipal 8´
3. Rohrflöte 8´
4. Oktav 4´
5. Kleingedeckt 4´
6. Sesquialter 2fach
7. Waldflöte 2´
8. Mixtur 5fach 1 1/3´
9. Helltrompete 8´

Manual 2: Schwellwerk
10. Koppelflöte 8´
11. Weidenpfeife 8´
12. Prinzipal 4´
13. Blockflöte 4´
14. Oktav 2´
15. Gemsquinte 1 1/3´
16. Scharf 3-4 fach 1´
17. Schalmeioboe 8´
Tremulant

Manual 3: Kronpositiv
18. Holzgedeckt 8´
19. Quintade 8´
20. Rohrflöte 4´
21. Nasat 2 2/3´
22. Prinzipal 2´
23. Terz 1 3/5
24. Cymbel 3 fach 2/3´
25. Krummhorn 8´
Tremulant

Pedal:
26. Prinzipalbaß 16´
27. Subbaß 16´
28. Oktavbaß 8´
29. Gedecktbaß 8´
30. Choralbaß 4´
31. Rauschpfeife 5fach 2 2/3´
32. Posaune 16´
33. Stillposaune 8´

Geschichte 

  • 1714: Orgelmacher Ochsenreuther von Weiler erstellt ein Werk mit 12 Registern
  • 1745: Michael Bihler aus Konstanz stellt eine neue Orgel mit 24 Registern fertig
  • 1903: Die Firma Späth (Ennetach) baut in das vorhandene Gehäuse eine neue, pneumatische Orgel mit 24 Registern und Taschenladen ein
  • 1947: Die Orgel wird von der Firma Späth repariert und mit einigen neuen Registern versehen
  • 1976: Orgelbauer Hans Karl (Aichstetten) erhält den Auftrag, in das Gehäuse ein neues Werk zu stellen. Die Orgel hat nun 32 Register und mechanische Schleifladen. Der Dispositionsentwurf stammt von Pater Gregor Klaus (Weingarten) und wird von Dompräbender Reinhold Melber (Rottenburg) überarbeitet.
  • 1984: Eddy Ottes bekommt den Auftrag, die Orgel zu überarbeiten.
  • 1995: Überholung und Dispositionsänderungen durch Hermann Weber
  • 2020: Orgelreinigung mit Überholungsarbeiten, Nachintonation und Generalstimmung, Einbau einer Setzeranlage und Technikerneuerung durch Josef Maier.

Orgel in St. Maria 

Erbauer: Orgelbaufirma Josef Maier
33 Register auf 3 Manuale

Disposition

Manual I: Rückpositiv
1. Rohrflöte 8´
2. Salicional 8´
3. Praestant 4´
4. Traversflöte 4´
5. Superoctav 2´
6. Quinte 1 1/3´
7. Dulcian 8´
Tremolo

Manual II: Hauptwerk
8. Bordun 16´
9. Principal 8´
10. Stillgedackt 8´
11. Flöt harmonique 8´
12. Viola da Gamba 8´
13. Voce umana 8´
14. Octav 4´
15. Nasard 2 2/3´
16. Doublette 2´
17. Terz 1 3/5´
18. Mixtur IV 2´
19. Trompete 8´

Manual III: Récit expressif
20. Holzflöte 8´
21. Quintatön 8´
22. Gambe 8´
23. Vox coelestis 8´
24. Fugara 4´
25. Piccolo 2´
26. Trompette harmonique 8´
27. Oboe 8´

Pedal:
28. Subbass 32´
29. Principalbaß 16´
30. Bordun 16´
31. Octavbaß 8´
32. Bordun 8´
33. Posaune 16´

Technik:
Normalkoppeln mechanisch, Suboctavkoppeln: III-III, III-II, III-I elektrisch
Setzeranlage

Geschichte 

  • 7. Juli 1909: Einweihung der ersten Orgel mit 22 Register in der Kirche St. Maria von der Firma Späth in Ennetach-Mengen
  • von 1957 bis 1966: Umgestaltung und Erweiterung der bisherigen Orgel in mehreren Abschnitten durch Hans Karl (Aichstetten): Erweiterung auf 3 Manuale mit 39 Registern, elektrische Spiel- und Registertraktur, freistehender Spieltisch
  • 1994: Schlechtes Pfeifenmaterial, ungenügende Intonation der Pfeifen und unvollständige Registerdisposition machen das Orgelspiel unmöglich. Kirchenmusiker Harald Geerkens und Förderverein Kirchenmusik gehen das Projekt „Marienorgel“ an. Über 10 Jahre werden etwa 350.000 € gesammelt, um eine neue Orgel zu bauen.
  • 6. März 2005: Einweihung der neuen Orgel von Josef Maier (Hergensweiler)
Orgel St. Maria
Orgel St. Maria

© Liane Menz