© Liane Menz
Christian Schmid | Chorleiter
Tel.: 0176 32703157
Mail: christian.schmid.st@gmail.com
Das Chansemble der Katholischen Kirchengemeinde Isny wurde
im Jahr 2021 von Kirchenmusiker Christian Schmid gegründet. Es ist ein junges,
semiprofessionelles Vokalensemble, das über das Jahr sowohl im liturgischen als
auch im konzertanten Rahmen a cappella oder mit instrumentaler Begleitung auftritt.
Liturgisch gestaltet das Chansemble die Firmung, die Christmette, den
Gottesdienst am Pfingstsonntag, die Nacht der Lichter und andere Anlässe.
Jährlich werden darüber hinaus noch Konzertprojekte
realisiert. 2025 gestaltete das Chansemble Abendklänge zur Mittsommernacht
im Refektorium in Isny. Im September 2024 führte das Ensemble
beim 1. Konzert des Isnyer Orgelherbsts Werke von A. Vivaldi und B. Britten
auf. Außerdem wurde im Februar 2024 das „Stabat mater“ von G. B. Pergolesi mit
Streichquartett aufgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter Rückblick.
Das Chansemble probt projektbezogen. Je nach Programm
treffen sich die Sängerinnen zwei- bis dreimal zur gemeinsamen Vorbereitung.
Aktuell setzt sich das Ensemble aus Laura Autenrieth (S1), Antonia Seitz (S1),
Raphaela Göppel-Zabler (S2), Carmen Weiland (S2) und Tatjana Göppel (A)
zusammen.
Der musikalische Schwerpunkt des Ensembles liegt auf
anspruchsvoller drei- bis fünfstimmiger Frauenchorliteratur von der Wiener
Klassik bis heute. Neben Werken von John Leavitt, Morten Lauridsen und Bob
Chilcott sind auch Kompositionen von Johann Gabriel Rheinberger und Felix
Mendelssohn-Bartholdy im Repertoire.
| Datum | Uhrzeit | Ort | Was? |
|---|---|---|---|
| 3. April 2026 | 15 Uhr | St. Maria | Karfreitagsliturgie |
| 10. Mai 2026 | 18.30 Uhr | St. Josef | Musik & Gebet |
| 24. Mai 2026 | 10.30 Uhr | St. Maria | Gottesdienst am Pfingstsonntag |
Das Ensemble ist offen für neue Sängerinnen und Sänger.
Wer Interesse hat, in diesem jungen Ensemble mitzusingen, meldet sich bitte bei
Kirchenmusiker Christian Schmid. Nach einem Vorsingen wird entschieden, ob ein
Mitwirken im Chansemble möglich ist.
Es wird vorausgesetzt, dass die Stimmen zuhause
eigenständig vorbereitet werden. Außerdem werden eine stimmliche Ausbildung und
stimmliche Sicherheit vorausgesetzt.
Am Samstag, den 21.06.2025, erfüllten die Stimmen des fünfköpfigen Frauenensembles Chansemble der katholischen Kirchengemeinde das Refektorium im Schloss Isny. Gemeinsam mit Christian Schmid und Benjamin Sigg gestalteten sie einen musikalischen Abend zum Thema Mittsommernacht, inspiriert von den Traditionen aus dem Norden. Aber auch die Verbindung zu Ritualen rund um den Johannitag klangen an.
Das abwechslungsreiche Programm reichte von schwedischer bis französischer Vokalliteratur, die sowohl a cappella als auch mit Klavierbegleitung durch Christian Schmid vorgetragen wurde. Die Bandbreite der Stücke bewegte sich zwischen fünfstimmigen Arrangements und gefühlvollem Kanon.
Ergänzt wurden die musikalischen Beiträge durch Texte und Gedanken von Benjamin Sigg. Sie brachten das Publikum zum Lachen und öffneten die Dimensionen, die am Tag der Sommersonnenwende mitschwingen. Hoffnungsvolles und Ermutigendes rund um die Themen Licht, Dunkelheit und Zeit war zu hören.
Den anschließenden Ausklang fand der Abend vor der Kirche St. Georg. Dort luden ein Lagerfeuer sowie sommerliche Beleuchtung und Getränke an der Ape zum Verweilen ein. Das zahlreiche Publikum nutzte diese Gelegenheit gern.
Die Bilder wurden von Liane Menz und Annette Steybe zur Verfügung gestellt.
Den Auftakt zum Isnyer Orgelherbst hat ein „Chansemble “in der Georgskirche gemacht.
„Allein Gott in der Höh sei Ehr“ hat sich der Auftakt am
Sonntag zum 23. Isnyer Orgelherbst als Motto gewählt. Im Werk von Johann
Sebastian Bach nimmt das lutherische Kirchenlied einen festen Platz ein. Den
Abend in der gut besuchten St. Georgskirche bestimmten ausgewählte
Orgelkompositionen mit Kirchenmusiker Christian Schmid einerseits —
andererseits bestach der Gesang des fünfköpfigen Frauenensembles „Chansemble“
der Katholischen Kirchengemeinde Isny.
„Erschrecken Sie nicht, wenn es in der Missa brevis von
Benjamin Britten zu ungewohnt spannungsreichen Klangfarben kommt“, wandte
Schmid sich zu Konzertbeginn an das Publikum. Wohl vorsichtshalber, entstammt
der berühmte englische Komponist doch einer ganz anderen Zeit als Bach oder
Antonio Vivaldi und damit auch sein Schaffen. Wenngleich Britten (1913 bis
1976) nicht unbedingt ein Neuerer war, doch auf jeden Fall ein Erneurer, was
das Vorantreiben moderner Strömungen in seinem Heimatland betrifft.
Tänzerischer Rhythmus
Durchaus hat er sich dabei an Größen wie Claudio Monteverdi,
Henry Purcell, Joseph Haydn oder Wolfgang Amadeus Mozart orientiert, später
dann an Gustav Mahler, Igor Strawinsky und Arnold Schönberg, um daraus die
eigene Essenz zu generieren. Die 1959 entstandene Missa bot am Abend einen
Einblick in seine D-Moll-tonale Harmonik. Schrill und kristallin ertönten die
Gesangstimmen von Laura Autenrieth, Antonia Seitz, Raphaela Göppel-Zabler,
Carmen Weiland und Tatjana Göppel im Kyrie. Fast schon so hell aufleuchtend,
dass sie zu entschweben schienen.
Dagegen der tänzerische Rhythmus im Gloria, abgelöst von
einem fulminanten Klangrausch, der zusammengeballt aufstieg im Sanctus. Ihr
Agnus Dei untermalten unverbrämte Signaltonfarben von Seiten der Orgel darüber
eine Intonation, die nochmals Brittens melodische Flexibilität betonte.
Klassisch startete Schmid den vom Förderverein Kirchenmusik
St. Georg/St. Maria ausgerichteten Orgelherbst mit Bachs prächtigem D-
Dur-Präludium, das noch zu seiner Weimarer Zeit als Hoforganist entstanden sein
dürfte. Triumphal auffahrend wurde schnell klar, dass es Bach um Virtuosität
ging und ganz besonders um die des Pedals. Unbekümmerte Spielfreude kommt bei
den kreiselnden Passagen auf, deren ungehemmtes Fließen aber von Anfang an
durchkomponiert ist.
Highlight des Abends waren Sätze aus Vivaldis „Gloria“, das
er mindestens dreimal vertont haben soll. Entstanden sind die geistlichen Werke
um 1715 während seiner Tätigkeit am Ospedale della Pietà in Venedig. Vivaldi
war bekannt für seine Liebe zu schönen Vokalgesängen. Sie brachte das
Chansemble dreistimmig und wohl austariert zu Gehör. Ihr „Gloria in excelsis
Deo“ beeindruckte durch die Transparenz und die Klarheit, welche Schmids
Orgelpart spielerisch leicht auffing. Beides — Instrument und Gesang verschmolzen
im langsamen Satz „Et in terra pax hominibus“ zu einem homogenen Ganzen, um
volumenreich im Kirchenschiff aufzugehen. Dieses bruchlose Dahingleiten bot
Momente einer tiefen inneren Stille.
Finissage der Engelsausstellung
Im starken Kontrast dazu stand Dietrich Buxtehudes
D-Dur-Präludium mit seinem packenden festlichen Grundton, dessen Motorik
wiederum Bachs Werk beeinflusst hat. Von ihm führte das Ensemble zwei
Choralbearbeitungen auf, die auf dem Kirchenlied „Allein Gott in der Höh sei
Ehr“ von 1523 basieren. Bachs tonalen Artikulationen stellen jeden Interpreten
vor eine große Herausforderung. So auch Schmid angesichts der kontrapunktischen
Komplexität, wenn über der durchgängigen Basstonlage die Oberstimmen kreisen und
sich vereinen und dieses Miteinander noch gut heraus hörbar tönen soll.
Passend zum Titel fand im Anschluss des Konzerts die
Finissage der Engelausstellung „Wie im Himmel“ statt. So fand die Schau mit
Bildern der katholischen Kindergärten St. Georg, St. Maria und dem
Familienzentrum St. Josef ein würdiges Ende - nicht zuletzt und vor allem mit
Gesängen des Chansemble im Foyer.
Das zweite Konzert des 23. Isnyer Orgelherbstes findet am
Sonntag, 13. Oktober, um 17 Uhr mit der Geigerin Katharina Rebecca Cording und
Julia Kohler an der Orgel in St. Maria statt.
Von Babette Caesar (veröffentlicht in der Schwäbischen
Zeitung)
Unter der Leitung von Kirchenmusiker Christian
Schmid kamen im Fastenkonzert am 18.2.24 in der Kirche St. Maria in Isny die
Solo-Kantate „Ich habe genug“ von J. S. Bach und das „Stabat mater“ von G. B.
Pergolesi zur Aufführung. In der gut gefüllten Kirche gab Pfarrer Jans eine
kurze Einführung in die Bachkantate, die die biblische Erzählung des greisen
Simeon thematisiert. Dieser Simeon nahm im Tempel das Jesuskind auf den Arm. Er
erfährt dadurch die Erfüllung der Sehnsucht seines Lebens und verliert die Angst
vor seinem Tod.
„Ich habe genug“, - Simeon ist nun bereit zu
sterben.
In großer Ruhe, konzentriert und mit
ausdrucksstarken unterschiedlichen Klangfarben in der Stimme sang der Bariton
Georg Benz die fünf Teile der Kantate, begleitet von einem kleinen
Streichensemble (1.Violine: Franziska Ude, 2. Violine: Miriam Klüglich, Viola:
Lukas Weerth, Violoncello: Eri Putz), Basso continuo (Christian Schmid) und im
musikalischen Dialog mit Melissa Hartmann, die Oboe und Oboe da Caccia
einfühlsam im Wechsel spielte. Streicher und Solisten bildeten eine klangliche
Einheit.
Pfarrer Jans führte auch in den zweiten Teil
des Fastenkonzerts ein. Er erläuterte den Text des „Stabat mater“: ein
mittelalterliches Klagegedicht in zwanzig Strophen, die Klage und der Schmerz
einer Mutter über den Tod des Sohnes.
Die fünf ausnahmslos jungen Sängerinnen (Laura
Autenrieth, Johanna Gauß, Raphaela Göppel-Zabler, Mareike Benz, Tatjana Göppel)
gestalteten die einzelnen Teile in unterschiedlicher Besetzung einzigartig
zart, klar, durchscheinend, aufeinander abgestimmt und zu einer Choreinheit
verschmolzen. In den solistischen Teilen zeigten sich die individuellen Stimmen
in ihrer eigenen Klangfarbe und Unterschiedlichkeit, immer sensibel durch die
Streicher und den Basso continuo unterstützt, getragen durch die wunderbare Musik.
Besonders gedankt sei Christan Schmid, dem die
Auswahl der beiden Werke oblag, die eine polare Einheit bildeten. Ein alter
Mann sieht ein kleines Kind und erkennt den Erlöser. Eine Frau sieht ihren Sohn am Kreuz sterben,
Geburt und Tod, Klage und Schmerz, gepaart mit der Hoffnung auf ein Leben nach
dem Tod.
Ein herzlicher Dank geht an das
Altenhilfezentrum Isny, an die Blaser Group, an die Dr. Renate und Karl
Schuh-Stiftung und an den Förderverein Kirchenmusik für die finanzielle
Unterstützung des Konzerts.
Alle Bilder wurden von Liane Menz zur Verfügung gestellt.