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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeinheit Isny

IsnyAktuell


"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Während des ganzen Gottesdienstes müssen FFP2-Masken getragen werden; bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren genügen auch medizinische Masken ("OP-Masken"). Ausnahme sind Gottesdienste im Freien, hier kann die Maske am Platz abgenommen werden.

Eine Teilnehmerliste muss geführt werden.

Der Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden.

Gemeindegesang mit Maske ist möglich, soll allerdings zurückhaltend eingesetzt werden (bitte dafür nach Möglichkeit das eigene Gotteslob mitbringen).

Predigt zum Sonntag, 16.1.2022; Pfr. E. Jans

Wasser in Wein verwandeln

Liebe Gemeinde,
Wasser in Wein verwandeln – an dieses Wunder wird immer wieder gerne erinnert, vor allem wenn in geselliger Runde Weinliebhaber dabei sind. Ja, man könnte fast schon neidisch werden auf dieses Hochzeitspaar in Kana. So eine kostenlose und nahezu unerschöpfliche Quelle guten Weines würde nicht nur das Herz von Weinliebhabern höherschlagen lassen. Wahrlich ein schönes Wunder!
Es macht uns diesen Jesus sympathisch, wie er sich um die ganz profanen Belange der Hochzeitsgesellschaft kümmert und für ungetrübte Festesfreude sorgt.
Aber wir ahnen freilich schon, dass es hier um mehr gehen muss, als nur um die kostenlose Bereitstellung von rund 600 Litern Wein.
Den entscheidenden Hinweis gibt uns Johannes, wenn er dieses Ereignis ein „Zeichen“ nennt. Zeichen, das heißt ja, es weist auf etwas hin. So wie ein Verkehrszeichen z.B. auf die Vorfahrt hinweist, oder wie eine rote Rose auf die Liebe hinweist, so weist auch dieses Zeichen der Hochzeit von Kana auf etwas hin.
Worauf aber weist es hin? Das Schöne an diesem Zeichen ist: da gibt es mehrere Dinge, die wir mit diesem Zeichen verbinden können.
Es weist darauf hin, dass Gott große Macht hat, dass für Gott manches möglich ist, was uns unmöglich erscheint.
Es weist auch darauf hin, dass Jesus Menschen, die in eine Notlage geraten sind, zur Seite steht und ihnen hilft - auch dann, wenn es vielleicht gar keine so furchtbar schwerwiegende Not ist. Ein Hochzeitsfest ohne ausreichend Wein wäre zwar peinlich für die Gastgeber, aber es gibt Schlimmeres.
Das in Wein verwandelte Wasser weist aber vor allem darauf hin, dass Gott das Leben selbst zu einem Fest machen möchte - Wein steht ja für Genuss, für Freude am Leben, und wenn es dazu ein besonders kostbarer Wein ist, so heißt das, dass auch das Leben aus dem Glauben etwas besonders kostbares ist (an die negativen Seiten des Weines, an die Gefahren des Alkohols ist in diesem Augenblick natürlich nicht gedacht)
Und nicht zuletzt weisen die gefüllten Krüge darauf hin, dass Gott auch unsere Krüge wieder auffüllen kann: Dann, wenn wir uns einmal leer und ausgebrannt fühlen, müde und kraftlos, dann kann der Glaube, dann kann Gott auch für uns Quelle neuen Mutes, neuer Kraft, neuer Freude sein - eben nicht nur Quelle farblosen Wassers, sondern Quelle kostbaren Weines.
Die Hochzeit zu Kana, das Fest, die vollen Krüge, der kostbare Wein – es ist kein Zufall, dass diese schöne und freudvolle Begebenheit nach der Zählung des Evangelisten Johannes das erste Zeichen Jesu ist. „Erstes Zeichen“, das bedeutet ja auch: Es ist so etwas wie die Überschrift über das Weitere und es zeigt, was für Johannes an erster Stelle steht: die Freude im Glauben und ein erfülltes Leben aus dem Glauben.
Gerade in einer Zeit, in der Hochzeitsfeste aus bekannten Gründen eher schwierig und rauschende Feste eher nicht angesagt sind, finde ich diese Botschaft umso schöner:
Vergesst nicht, Gott will euer Leben zum Fest machen. Gott will, dass ihr euch freuen könnt. Und wenn die Krüge mal leer sind, die Vorräte oder die Kräfte aufgebraucht sind, Gott will die leeren Krüge wieder füllen – damit ihr die Zeit gut durchsteht, bis dann doch mal wieder rauschende Feste in ungetrübter Freude gefeiert werden können. Amen.


Predigt Pfarrvikar Dieter Huynh zum 2. Sonntag im Jahreskreis / Joh 2, 1 – 11

„So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.“ So endet das heutige Evangelium. Von einem „Zeichen“ spricht der Evangelist Johannes in diesem Zusammenhang, nicht von einem „Wunder“. Ein „Zeichen“ steht für etwas, das zum Ausdruck gebracht werden soll. Ein solches Zeichen ist ein Hinweis auf etwas.
Was bedeutet demnach dieses erste Zeichen Jesu, das er in Kana in Galiläa tut anlässlich einer Hochzeit, bei der peinlicherweise der Wein ausgeht? Wozu bewirkt Jesus, dass etwa sechshundert Liter Wasser, wie man errechnet hat, sechshundert Liter guter Wein werden?

Hochzeitlicher Wein
Anlass des Geschehens war eine Hochzeit, das Fest der Liebe zweier Menschen, die sich unter den Segen Gottes stellen; ihre Liebe wird gewissermaßen von der Öffentlichkeit beglaubigt. So ein Fest konnte zurzeit Jesu gut und gerne mehrere Tage lang dauern; selbstverständlich war das ganze Dorf dazu eingeladen. Es ist dann natürlich nicht ganz und gar ausgeschlossen, dass so eine Peinlichkeit vorkommt wie das Leerwerden der Weinkrüge. Doch Maria, Jesu Mutter, erfasst die Situation und weist ihren Sohn darauf hin. Vielleicht geht sie ja davon aus, dass er es schon richten wird. Jedenfalls muss kein neuer Wein gekauft werden, der dann von geringerer Qualität sein dürfte, weil die Gäste ohnehin nicht mehr über den ursprünglichen Geschmackssinn verfügen. Doch das Gegenteil geschieht: Jetzt erst gibt es den Wein von bester Qualität.

Zeichen für die Herrlichkeit
Wofür nun steht dieses Zeichen? Am Ende unseres Abschnittes aus dem Johannes-Evangelium steht, dass das Zeichen – Wein da war, wo bislang nur Wasser war – für die Offenbarung der Herrlichkeit Jesu und für die Weckung von Glauben an ihn steht.
„Herrlichkeit“ ist dabei etwas, das über diese Welt hinausreicht. Wie die ganze Erzählung vor dem Hintergrund einer Hochzeitsfeier steht als ein großartiges Bild für das kommende Reich Gottes, so ist auch Herrlichkeit ein Inbegriff für die Hoffnung, die hier noch nicht erfüllt ist, der wir jedoch entgegengehen, die in der Zukunft liegt. Beides ist in dieser Welt schon hier und heute wahrnehmbar – zumindest wenn ich einen Blick dafür habe und mein Herz offen ist –, reicht aber zugleich über die Endlichkeit dieser Welt hinaus. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit“, haben wir Weihnachten gehört und gefeiert. Die Herrlichkeit, die schon hier, aber noch nicht vollkommen da ist.

Wasser statt Wein
Eine chinesische Parabel erzählt, dass die Gäste, die zu einem Hochzeitsfest eingeladen waren, gebeten wurden, anstelle eines Geschenks einfach einen Krug Wein mitzubringen. Der Inhalt dieses Kruges sollte am Eingang zum Festsaal in ein großes Fass für Wein geleert werden, der während des Festes ausgeschenkt würde. Als alle Gäste da waren, begann man den Fassinhalt zu verteilen und zu den Tischen zu bringen. Jede und jeder konnte sich das Glas füllen und anstoßen. Dabei mussten die Gäste feststellen, dass in ihren Gläsern kein Wein, sondern Wasser war! Was war geschehen? Alle Gäste hatten in ihren Krügen Wasser statt Wein zum Geschenk mitgebracht in dem Glauben, dass ihr Krug mit Wasser in der großen Menge Wein im Fass schon nicht bemerkt werden würde. Nun fiel das Hochzeitsfest im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser; alle Gäste gingen beschämt nach Hause.
Bei diesem Fest war nichts zu spüren von Herrlichkeit. Ganz anders beim Hochzeitsfest damals mit Jesus in Kana – aber auch nur, weil aus dem Wasser Wein geworden war! Bei dem einen Fest gingen alle nach Hause; das andere Fest konnte weitergehen, ja, sogar „besser“ weitergehen. Das eine blieb stecken, endete abrupt, das andere bekam eine Ausrichtung über das Irdische hinaus, wurde ein Abbild der Herrlichkeit Gottes und seines Reiches schon hier auf Erden.

Unser Fest hier
Was macht unseren Gottesdienst, unser Fest hier in der Kirche aus? Unsere Feier soll über das Irdische hinaus ins Himmlische reichen! Da stellt sich die Frage, was ich mitbringe:
Am besten bringe ich mich selbst mit – so, wie ich gerade bin, und das kann im übertragenen Sinn einfaches Wasser oder auch edler Wein mit allen Geschmacksrichtungen dazwischen sein.
Dann sind wir hier in mehr oder weniger großer Gemeinschaft, die ganz wichtig ist für ein Fest, feiern wir doch miteinander – mit Freunden ebenso wie mit Unbekannten oder auch mit dem Einen oder der Anderen, den oder die ich nicht mag.
Eine nicht zu unterschätzende Wirkung hat der Raum auf mich: Entspricht er einem Festraum, oder was muss verändert werden, damit er es wird?
Musik und Gesang spielen eine große Rolle, mein Mittun mit meiner Stimme, aber auch mein Mitsingen im Herzen.
Wenn alles einigermaßen stimmig ist, dann bin ich gut gestimmt und kann mitfeiern. Bin ich es nicht, kann ich mich vielleicht einfach auf die Mitfeiernden einlassen und mich von ihnen mitziehen lassen! Dann ist unser Fest hier wie ein Hochzeitsfest.

Es kann sich uns hier in unserem Zusammensein die Herrlichkeit des Herrn offenbaren – zweitausend Jahre nach dem Hochzeitsfest in Kana, bei dem er sein erstes Zeichen tat. Ebenso geschieht dann an mir persönlich, was mit den Jüngern damals dort geschah: Ich komme zum Glauben an Jesus als seine Jüngerin und sein Jünger heute! Wenn ich ihn tun lasse, macht Jesus aus dem Wasser, das ich mitbringe, besten Wein.

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