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„S´war und isch oifach spannend!“ - Katholische Kirchengemeinderäte werfen einen Blick zurück nach vorn“

Passend zum Ende und dem Beginn des neues Kirchenjahres haben die Katholischen Kirchengemeinderäte am Christkönigssonntag zu Gottesdienst und Informationsveranstaltung unter dem Motto „Wie sieht´s aus?“ eingeladen. Anlass war zum einen, eine gemeinsame Klausur des Kirchengemeinderats Ende Oktober, zum anderen die im März 2020 anstehenden Kirchengemeinderatswahlen. So war es eine gute Gelegenheit einmal öffentlich Bilanz zu ziehen.
Das Evangelium vom Reich Gottes, „das mitten unter euch“ ist (Lk 17,21) nahm Pfarrer Jans zum Ausgangspunkt, darüber nachzudenken, inwiefern dieses Reich Gottes eben auch in Isny gegenwärtig und erfahrbar ist. In jedem Fall braucht dieses Reich des Friedens und des Miteinanders Menschen, die daran mitwirken. Anschließend lud Diakon Jochen Rimmele vier Kirchengemeinderäte zusammen mit dem Pfarrer zu einer „Talkrunde“ ein. Helga Kolb berichtete auf gut schwäbisch, dass ihre erste Amtszeit „oifach blos spannend und int´ressant war“. „Neugierig“ sei sie angetreten, „viele Einblicke“ habe sie erhalten und Projekte anstoßen und mitbegleiten können. „Vor allem das Kirchenkaffee, in dem man noch zusammenhockt und schwätzt, liegt mir am Herzen.“ Silvia Emtmann-Härtl erinnert an die gemeinsam gefeierten und gemeisterten Feste, unter anderem das ökumenische Gemeindefest im 500. Reformationsjahr 2017. „Sehr bereichernd“ empfand sie auch die gemeinsamen jährlichen Klausurtagungen zusammen mit den Kirchengemeinderäten der Seelsorgeeinheit am wunderschönen Bodensee: „Das war persönlich, man hat Ideen gesponnen und hatte auch Zeit für Glaubensvertiefung, aber auch fürs gemeinsame Feiern.“ Für Jürgen Immler waren die letzten 5 Jahre sehr geprägt vom Neu- und Ausbau sowie den damit einhergehenden Umstrukturierungen im Altenhilfezentrum (AHZ). Damit „setzt die Kirchengemeinde ganz bewusst ein Zeichen: Wir ziehen uns nicht zurück aus der Sorge um Alte und Kranke in Isny, sondern versuchen engagiert und innovativ für diese Mitbürger da zu sein!“  Gleichzeitig, so betont Pfarrer Jans sei das AHZ auch ein großer Stolperstein gewesen. „Innerhalb kürzester Zeit mussten, Planungen entschieden, Bauträger gefunden, Architekten und Handwerker beauftragt und begleitet werden. Es war für den KGR sehr zeitintensiv und nicht immer einfach“. Insgesamt sehe er das AHZ auf einem guten Weg. Neue Strukturen seien gefunden und „spielen sich nach und nach ein.“  So liegt ein Großteil der Verantwortung nun in einem neuen Aufsichtsrat, der die Arbeit des Kirchgemeinderats schon im letzten Jahr deutlich entlastet hat.
Bruno Riedle ging in seinem Statement auf die Kirchenmusik ein. Ihn freue es sehr, dass mit Christian Schmid nun ein junger, dynamischer und hochmotivierter Kirchenmusiker gefunden wurde, der neues Leben und Dynamik in die Kirchengemeinde bringe. Ein neues Gottesdienstformat  mit dem Titel „Musik und Gebet“ wurde konzipiert. Eine neue Jugendgottesdienstband habe sich gefunden und schon zwei Gottesdienste gestaltet. Das mache Freude und lasse für die Zukunft manches erwarten. Auch die Zusammenarbeit mit Pfarrer Jans und dem Pastoralteam mit Gemeindreferentin Sonja Schlager, Pastoralreferent Erich Nuss und Diakon Jochen Rimmele  habe ihm immer Spaß gemacht. Und mit dem neuen Pfarrvikar Dieter Huynh sei das Team nun „komplett“ und biete neue pastorale Gestaltungsspielräume.
Im anschließenden Kirchenkaffee gab es per Diashow noch viele Eindrücke der vergangenen fünf Jahre zu sehen. Auch ein Weg mit „Blüten, Früchten, Sternen und Stolpersteinen“ war ausgelegt, der intensiv diskutiert und beleuchtet wurde. Diakon Rimmele machte deutlich, dass er als „Neuling“ „sehr überrascht war, mit welcher Intensität und Herzblut man die letzten 5 Jahre geschafft habe.“ Kontrovers diskutiert wurde der Pastoralprozess „Kirche am Ort“. Entstanden daraus seien allerdings drei Früchte, die sich sehen lassen können, betont Hildegard Renger: Das neue Leitbild („Einladende, offene Gemeinde“) für die ganze Seelsorgeeinheit, neue ansprechende Logos für alle Kirchengemeinden und eine Verstärkung der Caritasarbeit. Darauf lasse sich aufbauen. Vor allem das Zusammenwachsen in der Seelssorgeeinheit gebe viel Kraft, weil man spüre: „Wir sind gemeinsam unterwegs!“ 
Als Herausforderungen für die Zukunft wurden benannt: „Kirche &Kunst“- geht da in Zukunft etwas zusammen z. B. mit regionalen Künstlern? „Dran“ bleiben an „neuen Gottesdienstformen“, „Kirchenräume neu gestalten“, die heutige Menschen ansprechen, „Jugend“ und „Einsatz für Alte und Kinder“ v.a. durch das AHZ sowie die drei katholischen Kindergärten und im neuen Familienzentrum St. Josef.

Schön war, dass sich schon das ein oder andere Gemeindemitglied eine Kandidatur vorstellen konnte. Mind. 14 Kandidaten werden jedoch gesucht. Bis Anfang Februar bleibt Zeit. Pfarrer Jans lud ein, in aller Offenheit, „am Reich Gottes mitzubauen– auch hier in Isny!“

Kasten: In den Kirchen liegen ab sofort Flyer zur Kirchengemeinderatswahl aus. Die Gesamtkirchengemeinde Isny freut sich über Rückmeldungen, Vorschläge und gute Gespräche in den nächsten Wochen. 

Bild: Pfarrer Edgar Jans beim Talk zusammen mit den Kirchengemeinderäten Bruno Riedle, Silvia Emtmann-Härtl, Jürgen Immler, Helga Kolb und Diakon Jochen Rimmele (von links)

Bild 2: Die Katholischen Kirchengemeinderäte von Isny (von rechts):
Ludwig Lanz, Pastoralreferent Erich Nuss, Brigitte Henkel, Bruno Riedle, Pfarrer Edgar Jans, Jürgen Immler, Renate Kreil, Yvonne Müller- Mayer, Pfarrvikar Dieter Huynh, Silvia Emtmann-Härtl, Hildegard Renger, Kirchenmusiker Christian Schmid, Wolfgang Dieing, Diakon Jochen Rimmele

Es fehlen auf dem Bild: Hubert Wolber, Hans Steger, Christian Welte, Alfons Holzer, Erwin Poppele, Georg Schmitt, Klaus Engenhorst

Firmung 2019

„Selfie mit Gott“- Der Hl. Geist für 52 Jugendliche und einen Erwachsenen

Am vergangenen Samstag, 23. November 2019 empfingen 52 Jugendliche aus der Seelsorgeeinheit und ein Erwachsener in der Kirche St. Maria von Domkapitular Martin Fahrner das Sakrament der Firmung. Im feierlichen Gottesdienst ermunterte Domkapitular Fahrner die Firmbewerber mutig die Kirche und Gesellschaft mitzugestalten. Der Hl. Geist gebe die Kraft dazu. Er nahm sich – sehr bemerkenswert- für jeden Einzelnen Zeit für ein kurzes Gespräch und einen Zuspruch. Diakon Jochen Rimmele gab während der längeren, intensiven Firmspendung Einblicke in die kompakte Firmvorbereitung. Zwei Jugendgottesdienste, Ein Hüttenwochenende im Kleinwalsertal sowie die Teilnahme an einem sozialen Firmprojekt gehörten dazu. Er betonte, wie beeindruckend es sei, dass „in kurzer Zeit eine so schöne Gemeinschaft entstehen kann“. Mit einem herzlichen Lachen wurde der Kommentar eines Firmlings aus der Firmvorbereitung aufgenommen, in dem auch zum Ausdruck kommt, wie ganz natürlich nahe sich Jugendlichen Gott manchmal fühlen. Auf die Frage „Wenn mir Gott begegnen würde…“ hatte er geschrieben…. “dann würde ich mit ihm ein Selfie machen!“  - Eine passende Überschrift für eine Firmung, wie er meinte.  Der feierliche Gottesdienst wurde von Chor und Band Querbeat musikalisch abwechslungsreich, mal meditativ mal schwungvoll, wunderbar mitgestaltet. Bemerkenswert war auch, dass dieses Mal auch ein Erwachsener Familienvater das Sakrament der Firmung empfangen hat.
Anbei die Namen der Firmlinge:

Abler Celine, Alvarez Bravo Yasmin, Berchmann Nela, Bilau Denis, Breuer Linda, Bundscheit Isabella, Carvalho Cerqueira Francisca, Ciardi Elena, Cugovcan Nikola, Detki Konstantin, Egger Marlene, Falcone Fabio, Fritzenschaft Jan, Fuchs Christoph, Giuri Valerio, Gögler Lio, Haas Simone, Härtl Matthias, Hengge Tim, Homanner David, Kelava Mateo, Kempter Sandro, Kempter Jessica, King Charlotte, Kokorsch Lukas, Koneberg Kevin, Kuisle Maxima, Lang Jan, Maier Toni, Müller Kilian, Nachbauer Luca, Nessler Benedikt, Ort Felix, Paitz Angelina, Pausch Florian, Peidl Noah, Piersciecki Elias, Prinz Patrick, Reger Fabio, Ribeiro Cerqueira Fernando, Rudhart Chiara, Saalfrank Nathan, Schmidt Anna, Schregle Luca, Schwarz Nico, Schwitalla Kai, Soravia Stefano, Tomicic Gabrijel, Vogel Teresa, Wägele Felix, Weinpel Romy, Weißenborn Pamina, Zengerle Amelie

Beisetzung Pater Werner Vandermeulen

In einer bewegenden Feier nahmen am 2. November zahlreiche Trauernde in Bolsternang Abschied von Pater Werner Vandermeulen. In jedem Wort, in jedem Lied, auch in jeder Träne zeigte sich, welch besonderer Mensch der Pater war und welche ganz besondere Beziehung er zu so vielen Menschen aufgebaut hatte. Auch Bischof Erwin Kräutler ließ es sich nicht nehmen zu kommen, um dem Pater in sehr persönlichen Worten zu danken und ihn zu würdigen. 

In Ansprache und Grußworten wurden viele Geschichten nochmals lebendig. Geschichten, die von einem ungewöhnlichen und oft auch unkonventionellen Seelsorger erzählten, von einem Religionslehrer, der von den Kindern verehrt wurde, von dem so offenen Pfarrhaus, in dem die Jugendlichen ein und aus gingen, oder von dem Krankenhausseelsorger, der die Kinder der jungen Mütter segnete und dann oft auch taufen sollte, so dass es in Bolsternang fast so viele Taufen gab wie in Isny. 
In den letzten Jahren durfte auch ich ihn noch kennen und schätzen lernen. So lange es ging, feierte er mit Freude die Gottesdienste in Bolsternang und Großholzleute, und immer war er ein sehr offener, freundlicher und unkomplizierter Zeitgenosse.
Mit dem Pater verliert Bolsternang einen Menschen, der das Dorf seit fast 50 Jahren geprägt hat. Für seine Beerdigung wünschte er sich den schönen Bibelvers: „Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.“ (Jes 49,15) Ein solches tiefes Gottvertrauen strahlte der Pater in seinem Leben aus. Und bei seiner Bestattung kam trotz aller Trauer doch auch diese Gewissheit zum Ausdruck: Gott hat den Pater ganz sicher nicht vergessen, und Bolsternang wird ihn auch nicht vergessen. Ganz im Gegenteil: das, was er gesät hat, soll weiterwachsen und gedeihen. Dafür wollen und werden viele dankbare Menschen in Bolsternang sorgen.

Pater Werner Vandermeulen

Im Rahmen des Kirchenkaffees am Sonntag nach dem Gottesdienst in St. Maria stellten Sich der neue Pfarrvikar Dieter Hunyh und Kirchenmusiker Christian Schmid vor

Begrüßung neuer Pfarrvikar und Kirchenmusiker 

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