Projektbezogenes Ehrenamt

Engagieren. Ausprobieren. Neues wagen.

Das projektbezogene Ehrenamt nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Neben dem klassischen Ehrenamt, das wir alle kennen, gibt es eine flexible und vielseitige Form des Engagements: das projektbezogene Ehrenamt.

Ob in der Kirchengemeinde, im Verein, im Sozialraum oder gemeinsam mit Kooperationspartner:innen – vieles ist möglich! Dabei kann es sich um eine einmalige Aktion, ein zeitlich begrenztes Projekt oder auch um ein regelmäßig wiederkehrendes Angebot handeln.Projektbezogenes Ehrenamt bietet die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, Neues auszuprobieren und sich zeitlich flexibel zu engagieren – ganz ohne langfristige oder regelmäßige Verpflichtungen. Jede:r kann sich mit den eigenen Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringen.

Viele tolle Projekte und Aktionen sind bereits entstanden, zum Beispiel:

  • Gestaltung des Fronleichnamsteppichs
  • „Kaffeeluja“ – Familienbegegnungen mit Bewirtung, kreativen Angeboten, Lesungen und Aktionen
  • besondere Segensfeiern, wie beispielsweise ein „Motherblessing“ für Mütter
  • Aktionen im Advent
  • Vorträge und Informationsveranstaltungen
  • Aktionen im Rahmen der Orange Days
  • Kunstprojekte in Kooperation mit dem Kinderschutzbund
  • Kapellen-E-Bike-Tour
  • Mitgestaltung und Aktionen im Familienzentrum KIEZ
  • „Palmboschen“ binden
  • Begleitung von Chorfreizeiten

und vieles mehr!

Auch bei kirchlichen Festen und Veranstaltungen ist projektbezogenes Engagement gefragt. So unterstützen Ehrenamtliche beispielsweise bei Fronleichnam als Himmelsträger:innen oder bringen sich bei verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen ein.

Abendklänge zur Mittsommernacht
Gestaltung Blumenteppich Fronleichnam

Projektbezogenes Ehrenamt in der Kirchengemeinde 

Gemeinsam etwas bewegen.

Manchmal beginnt Engagement mit einer guten Idee. So entstand die Segensfeier für werdende Mütter (Mother Blessing) aus dem Wunsch einer Hebamme, werdende Mütter besonders zu begleiten. Heute gestalten Frauen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Berufen die Feier gemeinsam – von der Kalligrafin über die Hebamme und Kunsttherapeutin bis zur Pfarrerin. Unterstützt wird das Team von der Engagement-Entwicklerin und dem kath. Diakon aus Isny.

Auf Augenhöhe, kreativ und mit Freude am gemeinsamen Tun ist aus einer einzelnen Idee ein zweimal jährlich stattfindendes Angebot geworden, das von mehreren Schultern getragen wird.

Projektbezogenes Ehrenamt eröffnet so flexible und unkomplizierte Möglichkeiten, sich mit den eigenen Talenten einzubringen – und schafft neue Formen von Gemeinschaft in der Kirchengemeinde.

Blumenteppich Fronleichnam
Motherblessing
Motherblessing
Lesung
Blumenteppich Fronleichnam

Ausblick 

2026-10 Mother Blessing

Rückblick

Mitten im Sommer in die Eiswelt Grönlands | Juni 2026

Passend zu einem der heißesten Abende des Jahres führte am 26. Juni ein besonderer Vortrag die Besucherinnen und Besucher gedanklich in die eisige Weite Grönlands. Referentin Adelinde Huber berichtete eindrucksvoll von ihrer selbst unternommenen Expedition über das Inlandeis Grönlands und nahm das Publikum mit auf eine außergewöhnliche Reise.

Schon zu Beginn sorgte eine originelle Idee für Schmunzeln und die passende Einstimmung: Da die sommerlichen Temperaturen auch am Abend noch sehr hoch waren, erhielt jede Besucherin und jeder Besucher zunächst einen Eiswürfel – ein kleiner, erfrischender Appetithappen auf das Thema des Abends.

Mit beeindruckenden Bildern und spannenden Erzählungen schilderte Adelinde Huber ihre Erlebnisse auf dem gewaltigen Inlandeis. Sie berichtete von den Herausforderungen einer solchen Expedition, von der faszinierenden Stille und Weite der Eislandschaft sowie von den körperlichen und mentalen Anforderungen, die eine solche Tour mit sich bringt. Dabei wurde deutlich, wie viel Vorbereitung, Ausdauer und Mut hinter einem solchen Abenteuer stehen.

2026 | Grönlandvortrag

Upcycling mit Herz und Kreativität – Zwei Nähaktionen verbinden Nachhaltigkeit und Gemeinschaft | Juni 2026

Gleich zwei besondere Upcycling-Nähaktionen standen in den letzen zwei Wochen im Zeichen von Kreativität, Nachhaltigkeit und gemeinschaftlichem Engagement.

Den Auftakt machte eine Nähaktion für Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren. Aus den Bannern des Kindermusicals David und Goliath entstanden mit viel Begeisterung individuelle Schlampermäppchen, Kosmetiktäschchen und Handtaschen. So wurden die ausgedienten Banner nicht entsorgt, sondern in liebevoll gestaltete Erinnerungsstücke verwandelt. Unterstützt wurden die jungen Näherinnen und Näher von fünf ehrenamtlichen Betreuerinnen, die mit viel Geduld und Engagement ihr Wissen weitergaben und den Kindern beim Nähen zur Seite standen.

Bei einer zweiten Upcycling-Aktion traf sich eine Gruppe von sieben Ehrenamtlichen, um aus den MISEREOR-Hungertüchern praktische Brotbeutel zu nähen. Jedes Exemplar ist ein Unikat und verbindet Nachhaltigkeit mit einer besonderen Botschaft. Die Brotbeutel werden im Rahmen der Fairen Woche in Isny im September gegen eine Spende abgegeben. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute und setzt zugleich ein Zeichen für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Beide Nähaktionen zeigen eindrucksvoll, wie aus scheinbar ausgedienten Materialien mit Kreativität, handwerklichem Geschick und viel ehrenamtlichem Einsatz etwas Neues und Wertvolles entstehen kann. Gleichzeitig fördern sie Begegnung, Gemeinschaft und das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln – ganz im Sinne eines verantwortungsvollen Miteinanders.


Projektbezogenes Ehrenamt im Sozialraum

Gemeinsam gestalten.

Das Engagement der Kirche im Sozialraum zeigt, wie wichtig es ist, kirchliche Arbeit nicht nur innerhalb der eigenen Räume zu verstehen, sondern aktiv in den Sozialraum hineinzuwirken.

Solche Projekte leben von Kooperation und Vernetzung. Deshalb ist es wichtig, verlässliche Partnerinnen und Partner im Sozialraum zu haben, mit denen gemeinsam Ideen entwickelt und Projekte umgesetzt werden können. Ein wichtiger Vernetzungspartner ist beispielsweise der Kinderschutzbund in Isny. Gleichzeitig ist es wichtig, immer wieder neue Vernetzungspartner zu gewinnen, neue Impulse zu bekommen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Vernetzung bedeutet dabei auch, die kirchlichen Räume für den Sozialraum zu öffnen und zur Verfügung zu stellen. So können Orte der Begegnung und des Austauschs entstehen und neue Kontakte geknüpft werden.

Eine solche Öffnung und Vernetzung ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. Kirche wird als aktiver und verlässlicher Teil des Sozialraums wahrgenommen. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte, Begegnungen und gesellschaftliches Engagement. So können wir gemeinsam Verantwortung für ein gutes Miteinander vor Ort übernehmen.

Literaturtage

Ausblick 

2026-9 Kreativwerkstatt

Rückblick

Orange Days 2025 in Isny

Anlässlich der Orange Days setzten der Kinderschutzbund Isny, der Kinder- und Jugendverein e. V. Isny, die katholische Kirchengemeinde und der Verein Frauen und Kinder in Not e. V. gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern.
Bei einer Marktaktion in Isny wurden Orangen mit Informationen zur Beratungsstelle von Frauen und Kinder in Not verteilt. Unterstützt wurde die Aktion von den Ministrantinnen und Ministranten sowie Kindern einer Mädchengruppe der Schule. Sie verteilten selbstgemachte orangefarbene Armbänder und Buttons als sichtbares Zeichen gegen Gewalt.

Gemeinsam machten die Beteiligten auf das wichtige Thema aufmerksam und zeigten: 

Gewalt geht uns alle an – Hinschauen und Helfen ist wichtig.


2025-Orange Day