Kapellenradtour der kath. Kirchengemeinde in Isny

Veranstaltung am: 19.06.2024

am 19. Juli

Dieser Tage organisierte die kath. Kirchengemeinde eine Kapellenradtour. Besucht wurden verschiedene Kapellen im östlichen Teil der Isnyer Gemarkung, die für gewöhnlich verschlossen sind. Mit der vorgesehenen Maximalteilnehmerzahl radelte die Gruppe durch die Vorstadt und schaute sich die beginnende Seerosenblüte imNägeleweiher an. Weiter ging es zur neu sanierten Josefskapelle mit dem kircheneigenen Friedhof. Besonders beeindruckte hier die Architektur und die Innenraumgestaltung mit reiner Illusionsmalerei, sogenannten „Augentäuschern“. Nächste Station war die Ortskapelle in Kleinholzleute mit ihren Marienmotiven und den Gemälden der Heiligen Martinus und Georg. Die Dorfkapelle St. Wolfgang in Großholzleute wurde unter dem Isnyer Abt Georg Stüdlin 1480 errichtet. Es ist eine relativ große Kapelle mit einem mitten auf dem Dach stehenden Glockenturm, der sonst wo kaum zu finden ist. Um die Mittagszeit wurden wir äußerst herzlich von den drei Schwestern des Klosters zur Heiligen Klara in Buchenstock empfangen. Nach ein paar Worten zur Lebensweise der Schwestern durften wir beim Mittagsgebet und dem Mittagsläuten beiwohnen. Anschließend brachte uns ein „weltlicher“ Pizzalieferdienst das Mittagessen. Gemeinsame Gespräche am Platz vor der Teehütte, welche natürlich auch besichtigt und erklärt wurde, machten den Besuch im Kloster zu einem ganz besonderen Erlebnis. Weiter ging es zur Kapelle in Dürrenbach, eine der wenigen Holzkapellen im Landkreis. Die Familie Dieing hatte die Kapelle extra für uns aufgeschlossen, so dass wir diese betreten und die nach einem Raub vom Landwirt Georg Dieing geschnitzten Figuren aus nächster Nähe in Augenschein nehmen konnten. Ein weiterer Höhepunkt war die Begegnung mit Peter Zengerle, dem Schlüsselherr der Ottilienkapelle in Wehrlang, der Schutzpatronin bei Augenleiden. Er erzählte uns von dem angeblich heiligen Wasser des Brunnens neben der Kapelle. Alle Teilnehmer wuschen sich anschließend mit dem Wasser aus dem Brunnen ihre Augen aus, frei nach dem Motto „schaden kann es auf keinen Fall“. Danach fuhren wir zur Kapelle der Waldgenossenschaft nach Ratzenhofen, welche dem „gegeißelten Heiland“ gedenkt. Berühmtes Gegenstück ist die Wieskirche. Den Abschluss der Kapellentour machte die Besichtigung der Marienkapelle und des „weißen Gewölbes“ im Isnyer Schloß. Der Isnyer Maler und Künstler Friedrich Hechelmann, dem beide Räumlichkeiten gehören, machte die Führung höchst persönlich und sehr kurzweilig. Von den Teilnehmern der Tour wurden besonders die Begegnungen mit beeindruckenden Persönlichkeiten und die dabei nicht alltäglich gewährten Einblicke hervorgehoben. Das Kaiserwetter und die tadellose Organisation durch den Vorsitzenden des kath. Kirchengemeinderats von St. Maria, Rolf Pawelka, hinterließen bei den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck.