Impuls August 2019

07. Aug 2019

Unsere Schöpfung bewahren

Unsere Schöpfung bewahren

Mit einer der schönsten Momente des Tages, ist gerade, wenn ich morgens die Haustür aufmache und mich die frische Luft des neuen Tages umweht. Da atme ich auf. Und gleichzeitig überkommt mich ein komisches Gefühl. Wie wird das in einigen Jahren sein? Welche Luft wird meinen Kindern in einigen Jahren entgegenwehen?
Nahezu alle Wissenschaftler sagen uns einen Klimawandel voraus mit unabsehbaren Folgen: Ausdehnung der Wüsten, zunehmende Wetterkatastrophen, Abschmelzen von Gletschern und Arktis verbunden mit Veränderungen der Lebensbedingungen auf dieser Erde, die wir noch nicht wirklich absehen können. Sie sagen, dass die Erderwärmung in jedem Fall auf 2 Grad Celsius zu beschränkt werden muss, wenn nicht ein Kreislauf in Gang gesetzt wird, der unumkehrbar ist.
Eigentlich weiß ich das schon ein paar Jahre. Doch: Seit letztem Sommer bewegt sich etwas. Da hat sich nämlich ein kleines Mädchen in Schweden vor das Parlament gesetzt und in einer ungeheuerlichen Beharrlichkeit eine Veränderung in der Klimapolitik gefordert. Aus diesem sehr persönlichen Protest, ist nach und nach eine Klimabewegung entstanden, die nicht nur die Schulen weltweit erreicht hat.
Mir scheint es wie ein kleines Wunder und mir wird wieder bewusst: Ja, es ist an der Zeit zu handeln. Ja, es ist an der Zeit, dass auch wir Christen die Liebe zur Schöpfung neu entdecken. Und dass auch die Kirchen Flagge zeigen, damit die Generationen nach uns eine gute Erde zum Leben vorfinden.
Am 20. September findet ein weltweiter Klimaaktionstag statt. Auch in Isny hat sich erfreulicherweise eine Klimainitiative zusammengefunden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, an diesem Tag und darüber hinaus Bewusstsein zu schaffen für Veränderungen politisch und auch persönlich.

Papst Franziskus hat in seiner Umweltenzyklika „Laudato si“ eindringlich eine „neue universale Solidarität“ aller gesellschaftlichen Gruppen bei der Bewahrung der Schöpfung gefordert. Mögen wir Christen mutig vorangehen, damit wir Gottes Schöpfung wahrnehmen können als ein „wunderbares Buch, in dem Gott selbst zu uns spricht.“ 


Diakon Jochen Rimmele


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