Impuls November2019

Veranstaltung am: 01.11.2019

Morgenrot

Diakon Jochen Rimmele

Heute Morgen hat der Herbsthimmel eine wunderschöne Morgenröte an den Himmel gezaubert. Ein gewaltiges Rot, das die Wolken durchtränkt hat. Ich konnte mich kaum satt sehen. Für mich ein Bild für Gottes Gegenwart.

Die ersten Christen haben das Morgenrot, die aufgehende Sonne als ein Zeichen für den auferstandenen Christus gedeutet. Der Christus, der aus dem Grab auferstand und dessen gewaltiges Licht wie die Morgensonne aufging am Horizont. Die rote Morgensonne, sie erinnerte die Christen, dass Jesus nicht in der Finsternis des Grabes geblieben ist, dass er nicht für immer von der Dunkelheit des Todes umfangen blieb, sondern auferstand und lebt im Licht Gottes.

In den nächsten Tagen feiern wir Allerheiligen und Allerseelen. Wir denken an unsere Verstorbenen und besuchen ihre Gräber. Und wir dürfen im Bild des Morgenrots auch unsere christliche Hoffnung zum Ausdruck bringen: Auch über den Gräbern unserer Verstorbenen geht die Sonne des auferstandenen Christus auf. Sein Morgenrot durchtränkt auch deren Leben und Sterben. Und vom Morgenrot der Auferstehung werden auch unsere Verstorbenen durchdrungen und durchstrahlt.

Die Gedenkfeiern für unsere Verstorbenen in diesen Tagen sind deshalb Hoffnungsfeiern - Auferstehungsfeiern. Sie erinnern uns daran, dass unsere Verstorbenen hineingenommen sind in das lebendig machende Licht Gottes, in seine Geborgenheit, in seine Wärme. Dass sie umfangen sind von Gottes heilender Gegenwart.

Lassen wir unsere Verstorbenen durchtränken, bescheinen, berühren vom Morgenrot Gottes, aber vergessen wir nicht, das gilt auch für uns im hier und heute, nicht erst in der Ewigkeit. Der Auferstandene will auch uns berühren und verwandeln. Vielleicht probieren Sie´s mal aus, wenn Ihnen in den nächsten Tagen das Morgenrot entgegenleuchtet.




Sonnenaufgang
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