Das Pastoralteam wünscht gesegnete Osterfeiertage!


Eine Übersicht über die Ostergottesdienste erhalten Sie unter Gottesdienste und Veranstaltungen.

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Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeeinheit Isny

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Predigt am 2.4.2026; Gründonnerstag: Wandlung; Pfr. E. Jans 

Wandlung

Liebe Gemeinde,
das Gedenken an das letzte Abendmahl, die Feier dieses heiligen Mahles ist immer wieder mit einem Stichwort verbunden: Wandlung. Als Wandlung bezeichnen wir zum einen den Teil im Gottesdienst, bei dem die Ministranten kräftig klingeln – um darauf hinzuweisen, dass hier etwas ganz Entscheidendes geschieht. Zugleich wird mit dem Begriff Wandlung ausgedrückt: das Brot, das auf dem Altar liegt, wandelt sich zum Leib Christi.

Nun fragt sich vielleicht der eine oder andere, wie man sich das denn konkret vorstellen soll. Was geschieht da bei der Wandlung? Ich weiß, es ist nicht ganz einfach zu verstehen. Aber vielleicht kann ein Bild es ein wenig anschaulicher machen. Ein Vergleich mag immer etwas hinken, aber er kann auf Entscheidendes aufmerksam machen. Stellen sie sich also ein Blatt Papier vor. Ein ganz normales, leeres Blatt. Wahrlich nichts Kostbares. Stellen Sie sich nun aber vor, auf dieses Bild hat die drei- oder vierjährige Tochter oder Enkeltochter ein großes Herz gemalt, vielleicht noch ihren Namen dazugekritzelt, und übergibt ihr „Kunstwerk“ strahlend der Mama oder Oma. An dem Blatt hat sich nicht viel geändert, wirklich wertvoll ist es immer noch nicht – jedenfalls können Sie es nicht wirklich zu Geld machen. Aber für Sie kann es doch etwas Kostbares werden. Weil aus dem bedeutungslosen Blatt eine Botschaft geworden ist: Du bist mir wichtig, ich mag dich, dieses Herz verbindet uns. Und damit hat sich das Papier gewandelt: Aus einem wertlosen Blatt wurde ein kostbares Zeichen.

Ganz ähnlich ist es letztlich auch bei der Wandlung im Gottesdienst. Aus einem wertlosen kleinen Stückchen Brot wird eine kostbare Botschaft, ein Zeichen der Verbindung, eine Erinnerung, dass uns nichts trennen kann von der Liebe Gottes. In diesem kleinen Stückchen Brot, das wir in seinem Namen teilen und essen, gibt Christus uns diese Botschaft: Du bist mir wichtig. Ich stehe zu dir. Ich lass dich nicht allein. Nichts anderes bezeichnet letztlich auch das Wort Sakrament: es ist ein Zeichen der segensreichen Nähe Gottes.

Und mit dieser Wandlung des Brotes zum kostbaren Sakrament ist dann vielleicht noch eine Wandlung verbunden: Vielleicht wandelt sich auch in uns etwas. Wird aus Trauer neue Hoffnung, aus Ängstlichkeit neuer Mut, aus Trostlosigkeit liebevolle Zuversicht. Ja, die Wandlung, die wir im Gottesdienst feiern, soll immer auch etwas damit zu tun haben, dass sich in unserem Leben etwas wandelt, etwas zum Positiven verändert.

Bei den Worten der Wandlung wird immer daran erinnert: Das ist mein Leib – für euch. Das ist mein Blut – für euch. Dieses „Für euch“ kann auch mein Leben verwandeln, kann mir zeigen, dass ich auf meinen Wegen nicht auf mich allein gestellt bin.

Oder auch die Worte: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Wenn wir diese ernst nehmen, wenn wir wirklich versuchen, im Gedächtnis Jesu und nach seinem Vorbild zu denken und zu handeln, dann verändert sich etwas im Leben.

Und deshalb ist Wandlung keineswegs ein mehr oder weniger geheimnisvolles Geschehen am Altar, sondern etwas, was mit meinem Leben zu tun hat, und mir zutiefst gut tut. Amen.

Osterpredigt 2026; Ein Traum wird wahr; Pfr. E. Jans

Liebe Gemeinde,

Ein Traum wird wahr. So könnte man über das Osterfest schreiben. Ein Traum wird wahr – für die Jünger damals und für so viele Menschen, die Ostern feiern. Der Traum von einem neuen Leben, von einem Neuanfang und von der Verheißung einer guten Zukunft.

Das Kreuz war der große Alptraum – für Jesus selbst, aber auch für seine Jünger. Es schien so, als hätten sich die Mächtigen mit ihrem Hass mal wieder durchgesetzt, als habe die Botschaft der Liebe und der Menschlichkeit keine Chance gegen all den Hass und die Gewalt in der Welt.

Tief innen hatten die Jünger gehofft: mit Jesus Christus, mit seiner Botschaft des Friedens könnte eine neue, eine bessere, friedlichere Zukunft anbrechen. Diese Hoffnung schien am Kreuz zerplatzt. Es sah düster aus.

Aber nun, am Ostermorgen, in der Begegnung mit Christus spüren sie: die Hoffnung lebt. Nicht der Alptraum, sondern der Traum im positiven Sinn ist wahrgeworden – zumindest ein Stück weit. Noch ist nicht die ganze Welt verwandelt, noch gibt es Not und Leid, auch Hass und Gewalt. Aber die Jünger spüren: die Botschaft der Liebe und der Menschlichkeit ist nicht besiegt. Sie zeigt den Weg in die Zukunft, in eine verheißungsvolle, lebenswerte Zukunft. Ein Traum wird wahr.

Der Traum der Jünger damals. Und wie sieht es mit unseren Träumen aus? Welche Träume haben wir heute – in einer Welt, die manchmal auch düster aussieht?

Ja, manches in unserer Welt sieht wahrlich nicht rosig aus. Klimawandel, Artensterben und die Frage, ob wir für zukünftige Generationen noch eine lebenswerte Welt hinterlassen.

Kriegerische Auseinandersetzungen, rücksichtslose Machtspiele der Mächtigen und die Frage: werden wir jemals wirklich Wege des Friedens und des Miteinanders finden?

Da liegt es eher nahe, die Zukunft in dunklen Farben zu malen.

Oder dürfen wir doch Hoffnung haben? Dürfen wir weiter von einer guten Zukunft träumen? Ostern gibt da eine klare Antwort: Ja, wir dürfen hoffen, wir müssen unsere Träume nicht aufgeben.

Natürlich: Es sollen und dürfen keine weltfremden Träume sein. Wir sollen und dürfen die Augen nicht verschließen vor all den Sorgen und Nöten der Menschen. Im Gegenteil, wir sollten genau hinschauen – mit offenen Augen und wachem Gewissen. Nur so können wir Wege finden in eine gute Zukunft.

Baruch, dessen Worte wir in der dritten Lesung gehört haben, sprach von Wegen zum Frieden und zum Lebensglück. Frieden und Lebensglück – beides scheint für viele weit weg. So wie es für die Jünger damals nach dem Kreuz weit weg und unerreichbar schien. Aber Ostern hat für sie alles verändert – und kann auch für uns manches verändern.

Dabei gilt: Ostern sagt uns nicht, dass die Wege zu Frieden und Lebensglück einfach sind, aber Ostern sagt uns: sie sind möglich.

Ostern sagt uns nicht, dass Hass und Gewalt bereits überwunden sind, aber Ostern gibt uns die Hoffnung, dass sie nicht das letzte Wort haben.

Ostern sagt uns erst recht nicht, dass wir schon am Ziel unserer Träume sind, aber Ostern sagt uns: Wir dürfen davon träumen, dass das Ziel erreichbar ist.

Denn mit unserem Einsatz und mit Gottes Beistand gilt auch heute noch: Träume können wahr werden.

Predigt am 29.3.2026;  Palmsonntag ; Pfr. Dieter Huynh

Predigt für Palmsonntag

Mit diesem Gottesdienst treten wir ein in die Heilige Woche. Heute haben wir Jesus mit „Hosanna“ in Jerusalem begrüßt. Wir haben aber wenig später in der Passionsgeschichte nach Matthäus den Ruf gehört: „Kreuzige ihn!“ Damit hat der Palmsonntagsjubel ein jähes Ende genommen. Doch dabei dürfen wir nicht stehen bleiben. An die Verkündigung des Wortes schließt sich jetzt die Eucharistiefeier an, das Mahl, mit dem sich Jesus selbst uns hinterlassen hat. Wir dürfen also jetzt schon auf Ostern vorausblicken: Jede Eucharistiefeier ist auch Mahl mit dem Auferstandenen. Was wir heute in einem Gottesdienst feiern, das wird in dieser Woche noch einmal ausgebreitet auf mehrere Tage, aber immer scheint die österliche Perspektive durch.


Liturgie in österlicher Perspektive

Nach alter Tradition trägt diese Woche den Namen „Karwoche“, eine althochdeutsche Bezeichnung für „Trauerwoche“. Da steht also das Leid, das Mitleiden mit Jesus im Vordergrund.

Die offizielle Bezeichnung „Heilige Woche“ setzt einen anderen Akzent: Hinter all dem Schrecklichen, das Jesus durchleiden muss, scheint das Heil auf, das durch Kreuz und Leid uns erworben ist: die Auferstehung. Das wird in der Liturgie der kommenden Tage ganz deutlich. Schon im Eingangsvers des Gründonnerstags heißt es: „In Christus ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben, durch ihn sind wir erlöst und befreit.“ Und am Karfreitag singen wir bei der Kreuzverehrung: „Dein Kreuz, o Herr, verehren wir, und deine heilige Auferstehung preisen und rühmen wir: Denn siehe, durch das Holz des Kreuzes kam Freude in alle Welt.“ Wir könnten den Kreuzweg Jesu gar nicht mitgehen, wenn wir nicht wüssten, wohin dieser Weg führt. Wenn wir nicht wüssten, dass dieser Weg nicht mit der 14. Station, der Grablegung, endet, sondern dass darauf eine 15. Station folgt, der Ostermorgen.


Leben in österlicher Perspektive

Wer so den Weg Jesu mitgeht, der kann auch ganz anders mit dem eigenen Leid, dem eigenen Kreuz umgehen, das ihm auferlegt wird.

Die eigenen „Kartage“, die jeder von uns im Lauf seines Lebens irgendwann einmal durchleben muss, werden zu „Heiligen Tagen“, nicht nur, weil Jesus sie mit uns geht, sondern weil Jesus uns durch sie auf ein Ziel hinführt. Jesus ist dem Leid nicht ausgewichen, er hat es auf sich genommen. „Für uns“ ist er gegeißelt, „für uns“ mit Dornen gekrönt, „für uns“ gekreuzigt worden. Nachfolge heißt dann auch, unser Kreuz auf uns zu nehmen, aber in österlicher Perspektive. Auch wenn er uns das Kreuz vielleicht nicht abnimmt: Er trägt es mit uns, in ihm ist Heil und Leben.

So gehen wir nun in die Heilige Woche. Wir leiden mit ihm am Karfreitag und feiern mit ihm seine und unsere Auferstehung.


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