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Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

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IsnyAktuell


Predigt am 18.1.2026; der Gottesknecht als Licht für die Völker, (Jes 49,3-6) Pfr. E. Jans 

Liebe Gemeinde 

Schon letzten Sonntag war vom Gottesknecht die Rede. Heute in der Lesung taucht diese zugleich faszinierende und rätselhafte Figur wieder auf: Er soll Licht für die Völker sein, Heil bis an das Ende der Erde bringen. Dieser Gottesknecht ist für viele der Inbegriff der Hoffnung. 

An dieser Stelle will ich auch gerne an die Worte des vergangenen Sonntags erinnern, in denen zwei wesentliche Eigenschaften dieses Gottesknechtes beschrieben waren: er kommt nicht mit großem Trara und erst recht nicht mit Gewalt: „er lärmt nicht und schreit nicht“, hieß es da. Und er geht sehr behutsam vor, will nicht zerstören, sondern bewahren und aufrichten: „das geknickte Rohr zerbricht er nicht“. So – leise und behutsam, aber doch kraftvoll und mächtig – will er Licht für die Menschen sein. Kein Wunder: zu allen Zeiten hat dieser Gottesknecht Menschen fasziniert. 

 Aber zugleich ist er eine rätselhafte Gestalt, weil es die große Frage ist, wer damit gemeint ist. Sollte es ein neuer König sein, oder ein Prophet – oder – so eine andere Deutung, ist dieser Knecht gar nicht eine einzelne Person, sondern das ganze Volk? Immerhin wird da ganz Israel angesprochen: „Du bist mein Knecht, Israel“. Sollte also das ganze Volk in dieser behutsamen und lebensbejahenden Weise Licht für die Völker werden? 

Wie auch immer, die Christen haben von Anfang an gespürt: Vieles, was über diesen Gottesknecht gesagt wurde, passt sehr gut zu Jesus Christus. Er kam eher mit leisen Tönen, er kam nicht mit Gewalt, sondern mit der Botschaft der Liebe, er wurde so zum Hoffnungslicht für zahllose Menschen. 

Und noch etwas passt zu Jesus Christus: Beim Gottesknecht ist auch immer wieder vom Scheitern die Rede: „Vergeblich habe ich mich bemüht“. Auch das hat Jesus erfahren. So ging Jesus Christus auf dem vom Gottesknecht vorgezeichneten Weg: auf dem Weg des Friedens, dem Weg der Gewaltlosigkeit, und auch auf dem Weg, der durch das Scheitern hindurch führt, aber am Ende doch der Weg des Heiles ist. 

 Wenn Johannes der Täufer auf ihn als das Lamm Gottes hinweist, dann ist damit in gewisser Weise ebenfalls dieser Weg vorgezeichnet: gewaltlos und friedlich. Was kann ein Lamm schon bewirken? So kann man fragen. Und doch ist es eben nicht der Wolf, sondern das Lamm, das am Ende das Heil bedeutet! Ja es stimmt: die Vorstellung vom Gottesknecht, der zum Licht und zum Hoffnungszeichen für die Völker wird – diese Vorstellung passt wirklich sehr gut zu Jesus Christus. 

 Doch wäre es schade, würden wir damit die Frage nach dem Gottesknecht einfach abhaken – so also wäre das Rätsel nun gelöst und deshalb uninteressant geworden. Gerade die Offenheit dieser Gestalt lässt doch die Frage zu: Gibt es auch heute noch solch einen Gottesknecht – oder eine Gottesmagd? Immerhin gibt es auch heute noch viel Finsternis in der Welt, auch heute noch haben Menschen diese Sehnsucht nach dem Licht für die Völker, nach dem verheißenen Heil. Dürfen wir auch heute diese Hoffnung haben?

Oder könnte es gar sein, dass wir selbst damit gemeint sind? Das klingt zunächst vielleicht etwas abwegig, aber immerhin sind die Aufgaben dieses Gottesknechtes eigentlich ja auch Aufgaben der Christen heute – aufrichten, Frieden bringen, Licht für andere sein – das kann, das soll jeder Christ tun! Und ich meine, es ist durchaus lohnend unter dieser Fragestellung die Worte vom Gottesknecht nochmals näher anzuschauen. „schon im Mutterleib“ ist dieser Knecht auserwählt. Das klingt ungewöhnlich. Aber könnte es nicht sein, dass auch mir eine Aufgabe in die Wiege gelegt ist? Es muss ja nicht die Aufgabe sein, Licht gleich für alle Völker zu sein. Aber für einige Menschen Licht zu sein, einigen Menschen Freude, Mut, Zuversicht zu schenken – könnte nicht solche eine Aufgabe mir für mein Leben mitgegeben sein? 

Und auch an die Rede von der vergeblichen Mühe beim Gottesknecht sei erinnert: „Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan.“ Ich glaube, jeder, der sich irgendwo engagiert – in der Gemeinde, für andere Menschen, für eine bessere Welt – hat auch damit zu kämpfen. Aber gibt es nicht auch die andere verheißungsvolle Erfahrung, dass von irgendwoher doch die Kraft kommt, die Aufgaben zu bewältigen? „Mein Gott war meine Stärke“ sagte der Gottesknecht in der Lesung. 

Zweifellos, all das passt zunächst auf Jesus Christus, er ist der Gottesknecht schlechthin. Mit ihm aber haben auch wir als Christen den Auftrag, Licht in die manchmal so düstere Welt zu bringen. 

 Noch ein letzter Gedanke: Gottesknecht oder auch Gottesmagd, das klingt in unseren Ohren vielleicht nicht erstrebenswert. Knecht oder Magd, das klingt so, als habe der- oder diejenige nichts zu sagen, müsse gar unterwürfig dienen. Dieser biblische Gottesknecht hat aber durchaus etwas zu sagen, und unterwürfig war er ganz sicher nicht. Das jedoch trifft zu: er hat seine Aufgabe als Dienst verstanden: Dienst am Frieden in der Welt, Dienst an den Menschen, die auf Frieden hoffen. Und mit ihm der guten Sache zu dienen, das mag durchaus auch heute noch lohnend sein.

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