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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeinheit Isny

IsnyAktuell


Predigt am Pfingstsonntag, 19.5.24: Der Geist des Miteinanders, Pfr. E. Jans

Liebe Gemeinde,
dem Geist werden bekanntlich vielfältige Gaben zugeschrieben: Er ist ein Geist des Friedens und ein Geist der Liebe, er wird als Tröster und Beistand bezeichnet, man hofft auf seine erneuernde und mutmachende Kraft.
Eines was mir dabei ganz wichtig scheint und was auch manche Geistgaben zusammenfasst, könnte man so beschreiben: er ist ein Geist des Miteinanders. Davon erzählt ja auch die Bibel immer wieder: aus der zusammengewürfelten Menge aus allen Himmelsrichtungen wird plötzlich eine Gemeinschaft. Sprachbarrieren und andere Mauern können überwunden werden, aus einem zufälligen Nebeneinander wird ein echtes Miteinander.
Ein solcher Geist des Miteinanders scheint mir gerade heute wieder von großer Bedeutung. Ein gutes Miteinander, das wünschen wir uns ja auf verschiedenen Ebenen:
In der Familie, in der wir hoffentlich bei allen Krisen und Schwierigkeiten ein tragfähiges Miteinander pflegen, zueinander halten und füreinander da sind.
Oder in der Kirche, die sich gerade im Blick auf Jesus und seine Botschaft durch ein vorbildliches Miteinander auszeichnen sollte.
Und nicht zuletzt auch in der Politik – in der Kommunalpolitik wie auch in der Weltpolitik. In gewisser Weise ist dieser letzte Punkt sogar der Apostelgeschichte recht nahe, werden da doch so ziemlich alle damals bekannten Länder aufgezählt. In gewisser Weise so etwas wie die „Vereinten Nationen“ der damaligen Zeit – vereint durch den Geist, der über alle Sprachgrenzen und auch über alle Kulturgrenzen hinweg das gegenseitige Verständnis ermöglicht. In der Neuzeit wurden bekanntlich die Vereinten Nationen nach dem letzten Weltkrieg gegründet: mit einem ähnlichen Ziel: Verständigung zu ermöglichen über alle Grenzen hinweg. Leider blieb es da oft beim Wunsch, die gegenwärtige Situation zeigt ja nur zu deutlich, wie weit wir da von echter Verständigung und Verständnis entfernt sind. Umso dringender wäre auch da ein neuer Geist des Miteinanders.
So unterschiedlich diese Ebenen sind – Familie / Kirche / Politik, so unterschiedlich wird auch das Miteinander aussehen. Sicher ist es in der Familie oder im Freundeskreis intensiver ausgeprägt als etwa in der großen Politik. Aber ein paar Grundsätze gelten doch auf allen Ebenen.
Als erstes ist wohl wichtig zu betonen: Miteinander heißt nicht, dass alle immer einer Meinung sind (es gibt da den schönen Ausspruch, der Churchill zugeschrieben wird: wenn zwei immer einer Meinung sind, dann ist einer von beiden überflüssig). Unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Sichtweisen können einander befruchten und weiterbringen. Auseinandersetzungen dürfen also durchaus auch sein.
Aber zwei Dinge braucht ein Miteinander in jedem Fall: gemeinsame Grundlagen und gemeinsame Ziele.
Um dies nochmals am Beispiel der Vereinten Nationen zu zeigen: Gemeinsame Grundlage sind da vor allem die Menschenrechte. Gemeinsame Ziele etwa der Weltfrieden, oder die Bekämpfung des Hungers in der Welt oder in den letzten Jahren zunehmend der Kampf gegen den Klimawandel.
Leider müssen wir immer wieder schmerzhaft feststellen, dass die Vereinten Nationen ein „zahnloser Tiger“ sind und wenig bewirken können, und doch gibt es wohl keine Alternative dazu, immer wieder das Verbindende und Gemeinsame zu suchen, um nicht gegeneinander zu kämpfen, sondern miteinander die Probleme anzugehen.
Oder ein ganz anderes Beispiel ein paar Ebenen tiefer. Wir haben ja demnächst Kommunalwahl. Ich fand es am Donnerstag beim Markt ganz spannend, wie da alle Isnyer Fraktionen nebeneinander ihre Stände aufgestellt hatten. Und ich habe mich gefragt: ist dieses Nebeneinander nun eher ein Gegeneinander oder ein Miteinander. Natürlich darf und soll es da im Gemeinderat unterschiedliche Ansichten geben, natürlich darf und soll über das eine oder andere Projekt gestritten werden. Und doch hoffe ich auch da, dass trotz allem letztlich eher das Miteinander im Vordergrund steht. Gemeinsame Grundlagen und Ziele sind ja auch hier leicht zu finden: etwa die gemeinsamen Werte als Grundlage und als Ziel, Isny lebenswert zu erhalten und voranzubringen.

Wenn nun der Heilige Geist ein Geist des Miteinanders ist, heißt das natürlich nicht, dass plötzlich dieses Miteinander vom Himmel fällt. Aber vielleicht kann uns dieser Geist des Miteinanders daran erinnern, dass wir auf all den unterschiedlichen Ebenen immer wieder mehr das Gemeinsame als das Trennende suchen, und vielleicht kann er uns gleichzeitig die Kraft dazu geben, die gemeinsamen Ziele im Blick zu behalten und sie anzugehen. Amen.

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