Aktueller Impuls - bitte auf Button klicken.

Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeinheit Isny

IsnyAktuell


"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Wir bitten um freiwilliges Tragen einer Maske während der Gottesdienste. 

Die Abstandsregel ist nicht mehr verpflichtend. Trotzdem ist es nach wie vor sinnvoll, ein wenig auf Abstand zu achten.

Predigt am Sonntag, 4.9 (zu Luk 14,25-33); Pfr. E. Jans 

"Wer nicht sein Kreuz trägt ..."

Liebe Gemeinde, 

die Ferien gehen langsam zu Ende, und damit endet für viele auch eine sehr schöne Zeit im Jahr. Da hört man wohl nicht so gerne, dass man sein Kreuz auf sich nehmen soll. Manch einer denkt da wohl an den bevorstehenden Schul- und Arbeitsalltag und fragt sich, welches Kreuz damit wohl verbunden ist.

Aber natürlich gibt es andere, schwerere Kreuze. Eine schwere Krankheit zum Beispiel. Oder natürlich der Krieg in der Ukraine, der vor allem für die Menschen dort eine große Belastung darstellt. Oder die Preissteigerungen bei der Energie – auch das ein schweres Kreuz vor allem für die, die sowieso knapp bei Kasse sind.
Gerade wenn wir an solche „Kreuze“ denken, und dann den Satz hören „wer nicht sein Kreuz trägt …, der kann nicht mein Jünger sein“ beschleicht uns vielleicht ein ungutes Gefühl: Will Jesus uns wirklich solche schweren Lasten aufbürden? Wäre es im Gegenteil nicht besser, von solchen Lasten befreit zu werden?
Ich glaube, diese Fragen sind durchaus berechtigt, und die Rede vom „Kreuz auf sich nehmen“ ist vielleicht tatsächlich leicht missverständlich. Jedenfalls sollte man im „Kreuz-tragen“ nicht so eine Art christliche Tugend sehen – nach dem Motto: je mehr Kreuze einer klaglos trägt, desto frommer ist er. Denn man muss sich ja nur daran erinnern, wie oft Jesus Menschen gerade von schweren Lasten – von ihrem Kreuz - befreit.
Um ein paar Beispiele zu nennen:
Zur Schwiegermutter des Petrus, die krank im Bett liegt, sagt Jesus eben nicht: Nimm dein Kreuz auf dich …, sondern er reicht ihr die Hand, richtet sie auf und heilt sie.
Auch von der Witwe von Nain, die um ihren verstorbenen Sohn trauert, verlangt Jesus nicht, ihr Kreuz zu tragen, sondern er hilft ihr und gibt ihr ihren Sohn zurück.
Überhaupt: zu denen, die schwere Lasten zu tragen haben, sagt Jesus nicht: Tragt schön brav euer Kreuz weiter, sondern er lädt sie ein: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und unter Lasten stöhnt, ich werde euch Ruhe verschaffen!
Und vor allem: Zu den Armen sagt Jesus nicht: Tragt nur geduldig euer Kreuz, sondern er sagt zu den Reichen: Kümmert ihr euch um die Nöte der Armen und sorgt dafür, dass sie nicht zu schwer zu tragen haben!
So viele Stellen gibt es im Evangelium, an denen deutlich wird: Jesus will nicht Lasten aufbürden, sondern von Lasten befreien. Und schon gar nicht will er, dass die Menschen sich gegenseitig Lasten aufbürden. Was er davon hält, sagt er nur zu deutlich, wenn er über die Gesetzeslehrer schimpft: „Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.“ (Lk 11,46). Nein, es ist keine christliche Tugend, möglichst schwere Kreuze zu tragen, und es ist erst recht nicht die Aufgabe der Kirche, sozusagen die Kreuze zu verteilen, die die Menschen dann tragen sollen. Im Gegenteil, die Kirche soll – soweit irgend möglich - die Menschen von ihren Kreuzen befreien.

Wenn aber Jesus den Menschen keine Lasten aufbürden will, wie sind dann diese Worte zu verstehen: „wer nicht sein Kreuz trägt …, kann nicht mein Jünger sein“?
Ich denke, Jesus wusste nur zu genau, dass das Leben eben nicht nur aus den angenehmen Seiten besteht. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Es gibt auch das Schwierige, das Beschwerliche. Und das gilt auch im Glauben. Deshalb sollten wir keinen Bogen machen um das Schwere im Leben, sondern wie sollen es auf uns nehmen – nicht um es geduldig einfach zu ertragen, sondern um etwas zum besseren zu verändern. Und das verlangt manchmal den ganzen Einsatz – bis dahin, auf den Besitz zu verzichten oder die Familie zu verlassen. Freilich sind das dann extreme Dinge, die sicher nicht jeder für sich leben kann. Und doch sollten wir nicht alles auf die leichte Schulter nehmen.
Um die Beispiele vom Anfang zu nehmen: Für wen der bevorstehende Arbeitsalltag ein Kreuz bedeutet, der kann es auf sich nehmen (was soll er auch anderes tun?), aber er kann und soll sich gleichzeitig fragen: was kann ich tun, damit es für mich und andere gut erträglich wird?
Oder der Unfrieden in der Welt. Da heißt „Kreuz auf sich nehmen“ nicht, den Krieg nur geduldig zu ertragen, sondern für den Frieden einzutreten.
Oder auch die gestiegenen Preise. Die müssen wir auch auf uns nehmen. Aber vielleicht können wir uns doch fragen: Wo können wir Energie sparen – und damit auch der Umwelt gutes tun? Und wie können wir dazu beitragen, dass die weniger Wohlhabenden nicht zu sehr darunter leiden müssen.
„Das Kreuz auf sich nehmen“ – das heißt also nicht, alles nur geduldig zu tragen und zu ertragen. Sondern es will dazu ermutigen, in aller Konsequenz Christ zu sein, es will ermutigen, sich für eine bessere Welt einzusetzen, auch wenn es schwierig und unangenehm ist.
Man kann es auch so sagen: So schön es ist, wenn es einem gut geht, und so sehr der Glaube durchaus gut tun will, es ist nicht der Sinn des Glaubens, es sich gut gehen zu lassen. Manchmal kann einen der Glauben ganz schön fordern. Aber auch wenn wir dann unser Kreuz zu tragen haben: darauf dürfen wir vertrauen: Gott will uns keine unnötigen Lasten aufbürden und vor allem: er will uns helfen, unser Kreuz zu tragen.

Predigt am Sonntag, 2.10. (zu Luk 17,5-10); Pfr. E. Jans

Liebe Gemeinde
jetzt im Herbst beginnt die dunklere Jahreszeit, durchaus auch mit ihren Reizen. Aber manch einer vermisst dann doch die Sonne. Das gilt gerade in manchen engen Alpentälern, wo die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Da gibt es Ortschaften, die monatelang keinen Sonnenstrahl abbekommen. In Norwegen, so habe ich gehört, haben sie auf einen Berg sogar einen großen Spiegel montiert, damit er den einen oder anderen winterlichen Sonnenstrahl ins Tal lenkt.
Im übertragenen Sinn geht es uns im Leben vielleicht manchmal ähnlich. Auch da gibt es dunkle Zeiten, Zeiten, in denen wir uns nach Sonne und Wärme, nach Licht, Hoffnung, menschlicher Nähe sehnen. Und die Berge sind dann weniger aus Granit oder Kalkgestein. Es ist eher ein Berg von Problemen, der sich vor uns auftürmt, oder ein Berg von Sorgen, der die Sonne im Leben verdunkelt.
Wenn wir dann davon reden, der Glaube könne Berge versetzen, dann ist da natürlich auch weniger an die schönen Allgäuer Berge gedacht, sondern eher auch an solche belastenden Berge im übertragenen Sinn. Das gilt auch bei Jesus selbst. Er verwendet dieses Bild gerade in einer Zeit, als auch in seinem Leben dunkle Schatten aufziehen. Kurz zuvor meinte er: „Es ist unvermeidlich, dass Ärgernisse kommen“ (Lk 17,1). Probleme lassen sich nicht vermeiden, das spürt er nur zu deutlich. Aber Jesus lässt sich davon nicht unterkriegen, sondern spricht von dem Glauben, der so stark ist, dass er Berge versetzen kann. Hier im Lukasevangelium ist es zwar „nur“ ein Maulbeerbaum, aber auch der ist ganz stattlich und nach menschlichen Maßstäben ist es ein Ding der Unmöglichkeit, ihn zu versetzen. Die beiden anderen Evangelisten Markus und Matthäus sprechen von dagegen von Bergen, die versetzt werden, ihnen verdanken wir dann auch die Redewendung vom Glauben, der Berge versetzen kann.
Aber auch wenn es sich dabei um Berge im übertragenen Sinn handelt, kann man doch fragen: Stimmt das denn?
Natürlich – so einfach funktioniert es nicht: einfach dran glauben und schon sind ganze Berge von Problemen weg. Das geht in aller Regel nicht.
Und doch kann der Glaube helfen. Manchmal hilft es ja schon zu wissen, dass nach der dunklen Jahreszeit auch wieder hellere und wärmere Tage kommen werden – so wie in den schattigen Alpentälern im Frühling dann doch wieder die Sonne sich zeigt. Vor allem aber kann der Glaube helfen, den Berg vielleicht doch abzutragen und zu überwinden. Vielleicht nicht mit einem Fingerschnippen, aber indem er Kraft gibt, Stein für Stein zu beseitigen oder Schritt für Schritt zu gehen, in der Zuversicht: so mächtig der Berg aussehen mag: er kann die Sonne zeitweise verdecken, sie beseitigen aber kann er nicht.
Nehmen wir etwa den nicht enden wollenden Krieg in der Ukraine. Ich fürchte, auch der stärkste Glaube wird ihn nicht einfach wegzaubern. Aber der Glaube kann uns doch zweierlei sagen: Erstens: der Krieg hat nicht das letzte Wort, der Hass wird am Ende nicht siegen. Am Ende steht die Verheißung, dass Liebe und Friede stärker sein wird, als alle Gewalt der Welt. Und zweitens kann uns der Glaube sagen: so schwierig es scheinen mag, es lohnt sich, sich immer wieder für den Frieden einzusetzen.
Oder nehmen wir als ganz anderes Beispiel eine persönliche niederschmetternde ärztliche Diagnose. Auch die kann wie ein düsterer Berg wirken. Und auch da wird der Glaube die Krankheit nicht einfach wegschaffen, aber er kann mir zeigen: Gott will dich in deiner Krankheit nicht allein lassen, und mit seiner Hilfe kannst du die schwere Zeit durchstehen.

Der Glaube der Berge versetzt – oder Maulbeerbäume, oder übermächtige Sorgen. Ich wünsche uns einen solchen starken und lebendigen Glauben, einen Glauben, der immer wieder mehr bewirken kann, als wir zunächst denken und erhoffen.

Aktuelles



Unsere Sakramente

Taufe

Taufe

(Erst-) Kommunion

(Erst-) Kommunion

Firmung

Firmung

Trauung

Trauung

Salbung

Krankensalbung

Beerdigung

Beerdigung

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Dabei werden von den externen Komponenten ggf. auch Cookies gesetzt. Die Einwilligung zur Nutzung der Komponenten können Sie jederzeit widerrufen. Eine Übersicht der externen Komponenten und weitere Informationen dazu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen.