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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeinheit Isny

IsnyAktuell


"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Wir bitten um freiwilliges Tragen einer Maske während der Gottesdienste. 

Die Abstandsregel ist nicht mehr verpflichtend. Trotzdem ist es nach wie vor sinnvoll, ein wenig auf Abstand zu achten.

Predigt am Sonntag, 07.08. ; Pfarrvikar Dieter Huynh 

19. Sonntag im Jahreskreis


„Aufgrund des Glaubens …“, gleich fünf Mal haben wir diese Formulierung in der Lesung aus dem Hebräerbrief gehört. Am Beispiel von Abraham und seiner Frau Sara, die am Beginn der Geschichte Gottes mit seinem Volk stehen, werden die Bedeutung wie auch die Kraft des Glaubens beschrieben. „Leben aus dem Glauben“, so hieß im alten „Gotteslob“ ein Abschnitt. Wie zeigt sich heute im Leben von Menschen, dass der Glaube prägend und antreibend ist?

… leben Menschen in Beziehung mit Gott
Jahr für Jahr können wir Statistiken lesen, die uns zeigen, dass die Zahl der Christen in hierzulande immer weniger wird. Zumindest die Zahl derer, die einer der großen Kirchen angehören. Und mancherorts kann man tatsächlich von der kleinen Herde sprechen, die sich nicht fürchten und verzagen sollte. Nun gehört zur Wahrheit, dass die Geschichte des christlichen Abendlandes ja nicht allein durch Überzeugung und Freiwilligkeit zustande kam.
Es waren vor allem gesellschaftspolitische Gründe, ja sogar machttaktische. Das können wir an der typischen konfessionellen Prägung von Landstrichen sehen, aber auch daran, dass in der früheren DDR nach 40 Jahren Staatsatheismus nur wenig christliches Leben geblieben ist.
Trotz all diesem scheinbaren Abnehmen gibt es Menschen, die bewusst in einer Beziehung mit Gott leben, die sich regelmäßig Zeit für diese Beziehung nehmen. Sie, die sie heute zum Mitfeiern dieses Gottesdienstes gekommen sind, gehören sicherlich dazu. Das Gebet, das Hören auf Gottes Wort und unsere Antwort darauf sind ein Grundvollzug von Kirche. Das gesellschaftliche Umfeld, aber auch viele hausgemachte kirchliche Probleme machen ein bewusstes, praktizierendes Leben als Christ sicher nicht einfach. Aber es ist ein wichtiges Zeichen in unsere Welt hinein, dass sich Menschen aufgrund des Glaubens die Zeit für ihre Gottesbeziehung nehmen, selbst dann, wenn sie sich dadurch von anderen unterscheiden und auch einmal gegen den Strom schwimmen.

… setzen sich Menschen für andere ein
Nächstenliebe gilt für viele Menschen als etwas typisch Christliches. Und in der Tat ist auch das caritative, diakonische Handeln ein Grundvollzug von Kirche. Dabei darf es natürlich nicht nur bei Worten bleiben – sie müssen lebendig werden im konkreten Tun.
Neben der institutionalisierten Caritas ist es vor allem das persönliche Wirken von Menschen, die aus ihrem Glauben heraus Nächstenliebe greifbar machen: in nachbarschaftlicher Hilfe, in Besuchsdiensten, bei den Tafeln, in Kleiderkammern, im Einsatz für Schwache und Bedürftige, für Opfer von Gewalt, in der Entwicklungshilfe, in medizinischen Diensten, bei Ärzten und Krankenschwestern ohne Grenzen; nicht zu vergessen auch die Mitarbeitenden bei den verschiedenen kirchlichen Hilfswerken.
Vieles davon geschieht auf ehrenamtlicher Basis. Durch Menschen, die den Nächsten lieben wie sich selbst und dadurch auch ihrer Gottesliebe Ausdruck geben. Es ist gut und wichtig, dass sich Menschen aufgrund des Glaubens für ihre Mitmenschen einsetzen.


Und es ist auch gut, dass sie dabei mit vielen anderen zusammenstehen, die aus ihrem Glauben und ihren ganz unterschiedlichen Motivationen heraus ebenfalls Mitmenschlichkeit leben.

… halten Menschen das Gerücht von Gott lebendig
Die Aufgabe von uns Christen ist es, das Gerücht von Gott in dieser Welt wachzuhalten. – So hat es der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner einmal formuliert. Die Verkündigung des Glaubens ist der dritte Grundvollzug von Kirche. Vom Glauben zu sprechen ist nicht einfach. Es ist nicht „in“ – einerseits weil die Zugehörigkeit zur Kirche von der Umwelt kritisch gesehen wird, mehr wohl aber noch andererseits ein Leben in Gottesbeziehung von vielen Menschen als nicht nötig empfunden wird, man scheinbar keinen Gott braucht. Für Christen in vielen Ländern der Welt bedeutet vom Glauben zu sprechen tatsächlich „Martyria“, wie es das griechische Wort ausdrückt; sie müssen wirklich ihr Leben dafür einsetzen. Das Gerücht von Gott wachzuhalten ist eine Herausforderung, aber eine lebenswichtige.

Manchmal sind sogar Nichtchristen dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die glauben können und ihren Glauben leben: Menschen, die aus ihrer Gottesbeziehung leben, die in Wort und Tat seine Kraft bezeugen und so das Gerücht von Gott in unserer Welt wachhalten. Denn Leben in der Gegenwart und in Erwartung des lebendigen Gottes, das macht ein Leben aus dem Glauben letztlich aus.
(Hebr 11,1–2.8–19)

Predigt am Sonntag, 17.7. (zu Gen 18,1-10); Pfr. E. Jans

Gastfreundschaft

Liebe Gemeinde,
zwei Texte über die Gastfreundschaft haben wir eben gehört. Abraham bewirtet zusammen mit seiner Frau Sara die drei Männer bei den Eichen von Mamre, und Jesus ist zu Gast bei Marta und Maria und genießt deren Gastfreundschaft. Hier, bei Marta und Maria zeigt sich natürlich: zu einer guten Gastfreundschaft gehört manchmal nicht nur die Bewirtung, sondern auch die Bereitschaft, sich Zeit zu nehmen und zuzuhören.
Ich möchte aber heute eher auf Abraham und Sara und ihre Gastfreundschaft eingehen. Gerade diese alte Erzählung zeigt ja nicht nur, welch hohen Stellenwert die Gastfreundschaft damals hatte, sie zeigt auch beispielhaft, dass der, der Gäste aufnimmt, oft selbst reich beschenkt ist. So jedenfalls erfahren es Sara und Abraham: die zunächst unbekannten Gäste stellen sich als Boten Gottes heraus, in ihnen kommt Gott selbst ganz nahe, und Abraham und Sara werden zudem mit einer kostbaren Verheißung beschenkt: ihnen soll der so lang ersehnte Kinderwunsch erfüllt werden.
Wer anderen die Tür öffnet, kann selbst reich beschenkt werden. Vielleicht können wir diese Erfahrung auch heute manchmal machen. Natürlich ist das kein Automatismus, natürlich kann es auch die andere Erfahrung geben, dass die Gäste anstrengend und belastend sind und man froh ist, wenn sie wieder weg sind. Nicht alle Gäste sind ein bereicherndes Geschenk. Aber manchmal ist es eben doch so: das Gespräch, die Begegnung tut nicht nur den Gästen gut, sondern man selbst fühlt sich danach glücklicher und erfüllter.
Und manchmal ist es vielleicht dann doch auch so, dass im Gast etwas von Gottes Nähe erfahrbar wird. In dieser alten biblischen Erzählung wird es ja etwas verwirrend geschildert: mal ist von drei Männern die Rede, mal von einem, mal scheint Gott selbst zu reden. Die Personen verschwimmen da etwas ineinander. Vielleicht kann man dies gerade so deuten: Manchmal kommt in einem Gast auf geheimnisvolle Weise Gott selbst uns ganz nahe. Mag sein, es lässt sich dann nicht genau sagen, wie Gottes Nähe mit dem Gast zusammenhängt, aber irgendwie ist er doch da – segensreich da.
Ich finde es ein wenig schade, dass die Lesung an dieser Stelle abbrach. Denn in der Bibel geht die Geschichte noch weiter. Als Sara die Kindesverheißung hört kann sie es nicht glauben. „12 Sara lachte daher still in sich hinein und dachte: Ich bin doch schon alt und verbraucht und soll noch Liebeslust erfahren? Auch ist Abraham doch schon ein alter Mann!“
Die Reaktion ist nur zu verständlich. Und wenn Sara still in sich hineinlacht, so sehe ich darin keine Ablehnung, sondern eher sinngemäß die Gedanken: „nett, dass du mich aufmuntern willst, aber so schön es wäre, so sehr ich mir immer ein Kind gewünscht habe, das kann ich wirklich nicht glauben …“ Und als Sara dann auf ihr Lachen angesprochen wird, fühlt sie sich ertappt und streitet es schnell ab: „Nein, ich habe nicht gelacht“. Man könnte es wohl als kleine Notlüge bezeichnen – auch das nur zu verständlich. Sara will doch nicht den Eindruck erwecken, als habe sie womöglich über den Gast gelacht … Ausdrücklich heißt es, sie habe es abgestritten, weil „sie Angst hatte“. Schnell wird freilich deutlich, dass diese Angst überflüssig ist, zumal dann, wenn Gott selbst Gast ist. Nicht nur weil Saras Notlüge natürlich durchschaut wird, sondern vor allem, weil Gott ihr dieses ungläubige Lachen nicht übel nimmt und die Verheißung trotzdem bestehen bleibt.
Und so finde ich diese Erzählung eine wunderbare Gastgeschichte: Abraham und Sara erweisen sich als vorbildliche Gastgeber, auch wenn Sara doch eine kleine menschlich- allzumenschliche Schwäche zeigt. Aber das macht nichts. Die Gastgeschichte endet doch so, wie hoffentlich auch heute noch manche Gastgeschichte endet: Die Gäste können gesättigt und gestärkt weitergehen, und die, die Gastfreundschaft gelebt haben, sind am Ende die wirklich Bereicherten und Beschenkten.
Amen.

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