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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit Kirchenblatt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeinheit Isny

IsnyAktuell


"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Wir bitten um freiwilliges Tragen einer Maske während der Gottesdienste. 

Die Abstandsregel ist nicht mehr verpflichtend. Trotzdem ist es nach wie vor sinnvoll, ein wenig auf Abstand zu achten.

Predigt zu Pfingsten (5.6.22); Pfr. E. Jans

Der Geist des Friedens, der Freiheit und der Solidarität

Liebe Gemeinde,
Pfingsten – das Fest des Heiligen Geistes. Nun ist es mit dem Geist etwas schwierig. Man kann ihn sich nicht so leicht vorstellen wie etwa das Kind in der Krippe an Weihnachten oder Tod und Auferstehung Christi an Ostern. Das ist sicher ein Grund, warum man beim Geist gerne auf seine Wirkungen und Gaben schaut. In der Tradition gibt es die sieben Gaben des Geistes, die auf eine Stelle im Jesajabuch zurückgehen. Dazu gehören Weisheit und Rat, Stärke und Gottesfurcht. Aber natürlich ist diese Siebenzahl symbolisch und der Geist keineswegs auf diese sieben Gaben begrenzt. Paulus zum Beispiel spricht einfach von den vielen Gnadengaben, die alle in dem einen Geist geschenkt sind. Schon deshalb kann man auch immer wieder neu überlegen, mit welchen Gaben wir den Geist verbinden wollen.
Im Blick auf unsere Welt heute sind da zweifellos viele Geistesgaben denkbar und auch wünschenswert. Drei Dinge will ich herausgreifen.
Das erste und vielleicht in diesen Tagen wichtigste: Der Geist ist ein Geist des Friedens. Nicht umsonst haben der Hl. Geist und der Frieden dasselbe Symbol: die Taube. Der Heilige Geist und der Frieden gehören zusammen. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber gerade in Zeiten eines Krieges ist es wohl gut daran zu erinnern. Und natürlich ist es ein Unding, wenn dann jener Kyrill, der Patriarch der russisch orthodoxen Kirche den Krieg noch unterstützt. Andererseits zeigt die Situation in der Ukraine auch, so einfach ist es nicht mit dem Frieden. Und auch die Friedensbewegung sieht sich vor neue Fragen gestellt: wie damit umgehen, wenn ein Land angegriffen und überfallen wird? Unter allen Umständen den friedlichen, pazifistischen Weg gehen und auf Waffen verzichten? Oder sich doch mit aller Macht verteidigen, um sich und seine Werte zu schützen?
Jedenfalls wird da deutlich: Zu einem echten Frieden gehört nicht nur der Verzicht auf Waffen, dazu gehört z.B. auch die Freiheit. Und damit wären wir bei einer zweiten wichtigen Gabe des Geistes: der Heilige Geist ist auch ein Geist der Freiheit. Auch das eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Die Taube als Symbol des Geistes steht auch für diese himmlische Freiheit. Der Heilige Geist lässt sich nicht einsperren, er weht wo er will. Und dieser freie Geist schenkt zugleich Freiheit. Zeichen dafür sind z.B. die Sprachbarrieren, die er überwindet, wie es die Apostelgeschichte so anschaulich erzählt. Aber es ist vor allem auch die innere Freiheit, die der Geist den Aposteln schenkt. Im Evangelium war es schön ausgedrückt: aus Furcht waren die Jünger bei verschlossenen Türen beisammen. Mit dem Geist öffnen sich die Türen, sie bekommen den Mut, sie gehen hinaus, sie geben mutig und in aller Freiheit die österliche Botschaft und die österliche Freude weiter.
Und eine dritte wichtige Gabe des Geistes ist die Solidarität. Auch das wird in den biblischen Texten immer wieder deutlich. Der Geist schenkt Verbundenheit, er stiftet ein Miteinander, er stärkt die Gemeinschaft – und er hilft, dass in der Gemeinschaft gerade auch die schwächeren Glieder beachtet werden. Paulus sprach ja im Zusammenhang mit dem Geist von dem Leib mit den vielen Gliedern – und er betont immer wieder, wie wichtig es sei, gerade die scheinbar weniger bedeutenden Glieder des Leibes zu ehren. Im Geist gehören eben alle zusammen.
Der Geist – ein Geist des Friedens, der Freiheit, der Solidarität. Zweifellos ließe sich noch manches andere ergänzen. Aber es wäre der Welt ja schon viel geholfen, wenn von diesen drei Grundgaben mehr zu spüren wäre: Frieden, Freiheit und Solidarität.
Allerdings wissen wir natürlich auch: all das fällt uns nicht einfach so in den Schoß. Deshalb ist mir ein Gedanke zu diesen Gaben des Geistes noch wichtig: die Gaben des Geistes sind eben keine Geschenke, die einfach so vom Himmel fallen. Der Geist wird in der Bibel immer wieder auch Beistand genannt. Beistand – das heißt: er steht uns zur Seite, er unterstützt uns in unserem Bemühen, er hilft uns auf unserem Weg. Aber er ersetzt das eigene Bemühen nicht.
Wenn wir uns um Frieden bemühen, dann steht der Geist uns bei.
Wenn wir solidarisch sein wollen, kann er uns die Kraft dazu geben.
Wenn wir Freiheit suchen, dann kann er uns Wege zu ihr zeigen.
Aber den Weg gehen müssen wir doch selber. Das nimmt uns der Heilige Geist nicht ab. Es ist auch keineswegs gesagt, dass es immer ein einfacher Weg sein wird. Aber – und diese Gewissheit will uns das Pfingstfest schenken: mit dem Heiligen Geist können wir manche Hindernisse auf diesem Weg des Lebens überwinden. Und im Heiligen Geist ist uns verheißen: der Weg mag manchmal schwierig sein, mit Gottes Hilfe aber ist er gangbar und in jedem Fall der Anstrengung wert: dieser Weg des Friedens, der Freiheit und der Solidarität. Amen.

Predigt am Sonntag, 19.6. (zu Lk 9,18-24); Pfr. E. Jans

Liebe Gemeinde
Freude am Leben – oder Trübsal, Sonnenschein oder dunkle Wolken … irgendwo bewegen wir uns meist zwischen den beiden Polen. Auf der einen Seite gibt es Grund zur Freude am Leben: ich hoffe, Sie konnten den Sonntag heute genießen oder manch einer wird einen schönen Pfingsturlaub hinter sich haben und vielleicht noch in Erinnerungen schwelgen.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch genug Sorgen im Leben: ganz persönliche Sorgen oder die Situation in der Ukraine, oder Corona, oder der Klimawandel. Es gibt wahrlich genug Dinge, die einem zu denken geben.
Das Evangelium heute scheint eher zur Trübsal als zur Freude zu passen. Sich selbst verleugnen, das Kreuz auf sich nehmen: Was Jesus von seinen Jüngern verlangt klingt nicht gerade nach großer Freude!
Wenn man freilich das ganze Evangelium liest, dann spürt man durchaus, dass Jesus keineswegs die Freude am Leben nehmen will und dass er sich mit seinen Jüngern durchaus am Leben freuen konnte, dass er durchaus die schönen Seiten des Lebens gekannt und auch genossen hat: Er ließ sich gerne zu Festen einladen, hat selbst das Fest bei der Hochzeit zu Kana gerettet, indem er Wein im Überfluss stiftet. Er hält die Jünger nicht zum Fasten an, schließlich solle man ja nicht fasten, solange der Bräutigam da ist. Und zweifellos hat er die Kranken nicht geheilt nur um ihnen hinterher ein umso schwereres Kreuz aufzuladen!
Aber Jesus weiß eben auch: das Leben ist nicht nur Fest und Freude, es gehört auch die andere Seite dazu. Mühsal, Sorgen, Nöte – man wünscht es sich nicht, aber weiß doch: jeder hat sein Kreuz zu tragen, wie es eine Redensart kundtut, die ihre Wurzeln im Evangelium hat.
Was aber heißt, sein Kreuz auf sich zu nehmen?
Ein ganz harmloses Beispiel: Das Wetter. Manchmal ist es zu nass oder zu trocken, zu heiß oder zu kalt. Aber da nützt es eben nichts, zu jammern und zu klagen. Erst kürzlich hat mir ein Landwirt gesagt, es hilft ja nichts, darüber zu klagen, dass es immer wieder ins frisch gemachte Heu regnet. Er nimmt das Wetter so, wie es ist und macht das Beste draus! Ich glaube, das ist eine sehr gute und gesunde Einstellung, die auch für manche andere Bereiche des Lebens gelten könnte. Zugegeben, es gibt schlimmere und drückendere Sorgen als das Wetter. Aber oft ist es doch ähnlich. Jammern und Klagen hilft nicht. Das Kreuz auf sich nehmen heißt: akzeptieren, dass im Leben nicht alles nach Wunsch läuft – und doch das Beste draus machen.
Noch ein Gedanke ist mir freilich wichtig – gerade bei den schwereren Kreuzen des Lebens: Zuallererst ist es Jesus, der sein Kreuz auf sich genommen hat! Und das heißt auch: wer sein Kreuz zu tragen hat, ist nicht allein. Jesus Christus kennt das Kreuz, er kennt die Sorgen und Nöte, er steht denen zur Seite, die ihr Kreuz zu tragen haben und er hilft ihnen, dass sie unter dem Kreuz nicht zerbrechen.
So gesehen will Jesus mit diesen Sätzen die Freude am Leben keineswegs vermiesen. Sicher gönnt er jedem die Freude. Aber er weiß eben auch: das Leben ist kein Wunschkonzert. Und gerade dann können diese eher düster klingenden Worte doch zur Frohbotschaft werden: denn sie sagen mir: Auch wenn ich mein Kreuz zu tragen habe, manchmal ein furchtbar schweres und drückendes Kreuz – ich bin nicht allein. Christus steht mir zur Seite, und er hilft mir, das Kreuz zu tragen. Amen.

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