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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Mundschutz ist während des ganzen Gottesdienstes verpflichtend. Gefordert sind medizinische Masken ("OP-Masken") oder FFP2-Masken. Ausnahme sind Gottesdienste im Freien, hier kann die Maske am Platz abgenommen werden.

Eine Teilnehmerliste muss geführt werden.

Der Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden.

Gemeindegesang mit Maske ist wieder möglich (bitte dafür nach Möglichkeit das eigene Gotteslob mitbringen).

Predigt zum 17. Sonntag im Jahreskreis (25.7.21) Joh 6,1-15: "Das doppelte Wunder der Brotvermehrung"; Pfr. E. Jans

Liebe Gemeinde,
die Erzählung von der wunderbaren Brotvermehrung – eigentlich sind es gleich zwei Wunder. Zwei ganz unterschiedliche Wunder, die aber doch eng miteinander verbunden sind. Das eine Wunder: von fünf Broten werden alle satt – und es bleibt sogar noch übrig. Und das zweite Wunder: da ist dieser kleine Junge, der ganz selbstverständlich bereit ist, seine eigenen Brote zu teilen. Natürlich kommt dieses zweite Wunder ganz ohne übernatürliche Kräfte aus, aber diese Bereitschaft zu teilen ist doch etwas Wunderbares.
Zwei ganz unterschiedliche Wunder. Das eine – die Brotvermehrung - wirkt Gott, für das andere – die Bereitschaft zu teilen – steht jener kleine Junge.
Das Schöne an dieser Geschichte ist nun für mich gerade, dass sie zeigt, wie göttliches Wunder und menschliches Wunder, wie göttliches Handeln und menschliches Handeln ineinandergreift. Ohne jenen kleinen Jungen und seine fünf Brot hätte es die Brotvermehrung nicht gegeben. (Vielleicht hätte Gott sich einen anderen Weg überlegt, aber so wie die Geschichte erzählt ist, hätte ohne den Jungen das Wunder nicht stattgefunden!)
Und an diesem Punkt spüren wir auch, dass diese Geschichte, so phantastisch und außergewöhnlich sie ist, durchaus mit unserem Alltag zu tun hat. Manchmal würden wir uns vielleicht ähnliche Wunder wünschen: dass Gott eingreift und auf wundersame Weise manche Nöte beseitigt: sei es der Hunger in der Welt, sei es Corona, seien es die Nöte der Menschen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind ….
Freilich wissen wir gerade im Blick auf solche Sorgen und Nöte in der Welt: allein darauf zu warten, dass ein Wunder vom Himmel fällt, hilft in aller Regel wenig. Und genau da kommt dieser kleine Junge ins Spiel: er tut, was in seinen Möglichkeiten steht, und macht so das Wunder möglich.
Oder anders gesagt: Göttliche Wunder fallen nicht einfach vom Himmel sondern fordern menschliches Mittun. Auch das gilt so ziemlich bei allen Nöten: seien es die Hungersnöte in der Welt, die oft genug menschengemacht sind und auch von Menschen gelindert werden können. Sei es Corona, dessen weitere Verbreitung sich nur mit dem Mittun der Menschen einschränken lässt. Oder sei es die Flutkatastrophe, bei der es ja erfreulich viel Hilfsbereitschaft gibt. Und noch etwas zeigt dieser kleine Junge: dass eine allseits beliebte Ausrede nicht gilt. „Was kann ich schon tun – das wenige, das ich beitragen kann, ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ – so sagen manche und entschuldigen damit ihre mangelnde Hilfsbereitschaft. Jener kleine Junge hätte auch allen Grund gehabt, genau dies zu sagen: Was helfen meine fünf Brote schon für so viele Menschen? Ganz ähnliche Bedenken hatten dann ja auch die Jünger. Der kleine Junge aber suchte keine Ausrede, und genau deshalb konnte das Wunder geschehen.
Natürlich dürfen wir in unserem Leben nicht immer gleich das große Wunder erwarten – nach dem Motto: wir helfen ein wenig, und schon wird alles gut. So einfach ist es in aller Regel nicht. Aber diese Geschichte von der Brotvermehrung macht doch Mut, dass wir einerseits auf Gottes Beistand vertrauen, dass wir andererseits aber uns mit unseren Möglichkeiten einbringen, auch wenn diese noch so begrenzt erscheinen. Und ich bin überzeugt: wo beides zusammenkommt, - die eigene Bereitschaft sich einzubringen und das Vertrauen in Gottes Beistand, da kann auch heute durchaus noch Wunderbares geschehen.


Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis (04.07.21);  MK 4, 35 – 41: Pfarrvikar Dieter Huynh 

Die Menschen staunen über Jesus, wo immer er sich zeigt. Dies ist auch in seiner Heimat Nazaret so. Eine unglaubliche Faszination geht von ihm aus.
Woher hat er das alles? Was ist die Quelle seiner Kraft, seiner Ausstrahlung, dass er die Menschen so begeistert, so machtvoll redet, so wirksam tröstet und aufrichtet und Hoffnung, Heil und Heilung bringt? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Was sind das für Wunder? Das ist rein menschlich nicht verstehbar, das ist überirdisch, das sind die Weisheit und die Kraft eines Gottgesandten, das sind die Weisheit und die Kraft der Liebe Gottes selbst.

Anstoß nehmen
Die Leute aus Nazaret bleiben an ihren Fragen kleben. Sie kennen ihn ja. Sie kennen diesen Jesus, sie kennen seine leiblichen Schwestern und Brüder, sie kennen seine Mutter, und sie sind ihm wahrscheinlich täglich begegnet, als er noch als Zimmermann im Dorf gearbeitet hat. Er ist ihnen bestens bekannt, er ist einer von ihnen.
Und plötzlich sprengt er den Rahmen. Er sprengt das Bekannte und Vertraute, er sprengt die Maßstäbe des dörflichen Lebens seiner Heimat, ja er sprengt die Maßstäbe menschlicher Existenz überhaupt. Er erzählt vom Reich Gottes und redet wie einer, der Macht hat – wirkliche Macht, von Gott gegeben. Da ist mehr als ein Zimmermann, mehr als ein Bruder und Sohn, mehr als ein Zeitgenosse aus ihrem Dorf. Da ist mehr als ein Mensch.
Aber da kommen die Leute aus Nazaret nicht mit. Das trauen sie ihm nicht zu. Sie glauben nicht, dass da einer von ihnen mit Gottes Geist und Gottes Kraft redet, gesandt um Rettung und Frieden zu bringen. Und sie nehmen Anstoß an ihm. Der Evangelist Lukas berichtet sogar, dass sie ihn ermorden, von der Klippe stoßen wollen (Lk 4,28) weil er sich eine solche Autorität anmaßt und so gotteslästerlich auftritt.

Scheitern
In seiner Vaterstadt, in seiner Heimat Nazaret ist Jesus gescheitert.
Seinen Landsleuten, die ihn gut kennen und die auch erkennt, kann er die frohe Botschaft vom Reich Gottes nicht nahebringen. Er heilt zwar ein paar Kranke (MK 6,5b), aber das versteht der Evangelist Markus nicht als ein Wunder. Das Wunder geschieht, wenn Menschen ihr Herz öffnen und sich von Gottes Liebe erfüllen lassen, wenn sie sich begeistern lassen vom Evangelium, von Gott und seinem Gesandten, wenn sie sich zum Guten anspornen lassen und motiviert werden, Gott und die Menschen zu lieben und dem Leben zu dienen. Dieses Wunder gelingt Jesus in Nazaret nicht. Dort scheitert er. Und er wundert sich über ihren Unglauben.

Einer von uns?
Wundert sich Jesus auch über unseren Unglauben? Viele Menschen bei uns staunen nicht einmal mehr über seine Worte und Taten. Sie halten seine Reden für fromme Märchen, seine Botschaft für naiv und weltfremd, nicht kompatibel mit dem Leben in einer modernen Leistungsgesellschaft. Sie meinen ihn zu kennen, oder sie wollen ihn gar nicht näher kennenlernen; denn sie haben sich längst ein Bild von ihm und vor allem von seiner Kirche gemacht.
Dieses Bild haben sie in die Schublade ihrer Vorurteile gesteckt. Früher hieß es noch: „Jesus ja – Kirche nein!“ Heute sagen immer mehr Getaufte: „Jesus? – Nein danke! Ich habe mein eigenes Leben.“ Und sie nehmen nicht einmal mehr Anstoß an ihm, reiben sich nicht mehr an seiner Botschaft; Jesus und das Reich Gottes sind ihnen gleichgültig. Er ist nicht einer von ihnen. Sie können mit seinen Werten und Überzeugungen nichts anfangen.

Einer von uns!
Aber ist Jesus einer von uns, die wir uns heute in der Kirche versammelt haben?
Ja, er ist einer von uns, ein Mensch wie wir, mit Siegen und auch mit Niederlagen. Ich finde es tröstlich, dass selbst er scheitert und nicht alle überzeugen kann. Sein Scheitern kann uns Kraft und Trost in unseren Niederlagen geben. Er lässt den Menschen die Freiheit, sich auch gegen ihn zu entscheiden.
In Jesus von Nazaret wird Gott einer von uns und stellt sich auf unsere Stufe.

Gott wird Mensch. Gottes Liebe, Gnade und Kraft wird im Schwachen mächtig, in den Leidenden und Unterdrückten, in denen, die resigniert haben und am Ende sind, in den Gescheiterten und auch in jeder und jedem von uns. In jedem Menschen können wir das Gesicht Christi sehen und Gottes Gegenwart erfahren, der einer von uns geworden ist. Amen.



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