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Katholische Seelsorgeeinheit Isny

"Corona-Regeln" bei den Gottesdiensten 

Aktuell gelten folgende Corona-Regeln bei den Gottesdiensten

Mundschutz ist während des ganzen Gottesdienstes verpflichtend. Gefordert sind medizinische Masken ("OP-Masken") oder FFP2-Masken

Eine Teilnehmerliste muss geführt werden.

Der Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden.

Gemeindegesang mit Maske ist wieder möglich (bitte dafür nach Möglichkeit das eigene Gotteslob mitbringen).

Predigt zu Fronleichnam; Pfr. Edgar Jans / Pfr. Dieter Huynh

Predigt zu Fronleichnam - Pfarrer Edgar Jans

Liebe Gemeinde,
Fronleichnam ist immer wieder ein schönes Fest. In der Regel wird es groß gefeiert: mit Blumenteppichen und Prozessionen – und an vielen Orten auch mit einem Gemeindefest verbunden.
Wie schon letztes Jahr fällt auch in diesem Jahr Fronleichnam etwas bescheidener aus. Große Prozessionen und Corona – das verträgt sich eben nicht so gut. Umso mehr freut es mich, dass der Kindergarten St. Maria trotzdem einen kleinen Blumenteppich für die Kirche gestaltet hat.
Auch wenn dieses Jahr also alles etwas kleiner ist, bleibt Fronleichnam trotzdem – hoffentlich - ein schönes Fest. Ja vielleicht rückt gerade auch so der Kern des Festes mehr in den Mittelpunkt. Manche Traditionen rund um Fronleichnam mögen nicht so sehr zu Corona passen. Die Kernbotschaft freilich passt umso besser in diese Zeit bzw. eigentlich in alle etwas schwierige Zeiten. Die Kernbotschaft heißt ja: Im heiligen Brot verspricht Christus uns seine stärkende Gegenwart – und wann können wir dies mehr brauchen als in dieser Zeit.
Jesus hat den Seinen verheißen: Wann immer und wo immer ihr zusammenkommt und in meinem Namen das Brot brecht: ihr dürft sicher sein, dass ich bei euch bin. Mit diesem hl. Brot will ich euch stärken, in diesem Sakrament gebe ich euch die Zusage: ich lass euch nicht allein, ich begleite euch, gerade wenn die Wege mal schwierig sind; und ich will euch die Kraft geben, das eine oder andere Hindernis zu überwinden.
Ja, Kraft und den Segen Gottes können wir gut gebrauchen, wenn es darum geht, auch noch die (hoffentlich) letzte Wegstrecke in der Coronapandemie in guter Weise zu bewältigen.
Kraft und den Segen Gottes können wir auch gut gebrauchen, wenn es darum geht, die Folgen der Pandemie aufzuarbeiten, damit keine finanziellen Nöte zurückbleiben, damit aber auch vor allem die seelischen Nöte aufgearbeitet werden. In den letzten Tagen war immer wieder davon die Rede, wie die Pandemie gerade manchen Kindern und Jugendlichen zusetzte. Ich hoffe natürlich sehr, dass die allermeisten das mit Hilfe der Familie und mit Hilfe von Freunden ganz gut durchstehen. Aber ich hoffe und wünsche natürlich auch, dass die eine oder andere verletzliche Seele die notwendige Hilfe erfahren kann.
Gottes Kraft und Gottes Segen können wir freilich auch in vielen anderen Lebensfeldern gut gebrauchen. Bei allem Blick auf Corona dürfen wir eben auch nicht vergessen: es gibt noch andere Sorgen und Nöte, andere Fragen und Hoffnungen.
Und so wünsche ich uns, dass wir heute an Fronleichnam, aber auch sonst immer wieder im Gottesdienst spüren, dass Gott uns seine Kraft und seinen Segen schenken will.
Fronleichnam mag dieses Jahr anders, kleiner, bescheidener ausfallen, aber es ist hoffentlich mindestens ebenso segensreich. Amen.



Predigt zu Fronleichnam - Pfarrer Dieter Huynh

Leben in Fülle
In mehreren Bundesländern ist Fronleichnam ein staatlicher Feiertag. Hier nutzen viele Berufstätige dieses Fest und den darauf folgenden Freitag, um einen Kurzurlaub zu nehmen. Der Inhalt dieses Festes ist dabei kaum von Interesse. Hauptsache freie Tage. Bei einer Umfrage nach der Bedeutung von Fronleichnam würde eine große Mehrheit wohl keine richtige Antwort wissen.
Wenn aber das Fronleichnamsfest für Christen mehr als ein verlängertes Wochenende sein soll, dann ist es wichtig, den Sinn des Festes stärker zu erfassen.

Der Ursprung
Das Wort „Fronleichnam“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und heißt übersetzt „Leib des Herrn“.
Es geht um die Feier der Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Der Donnerstag als Feiertag steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag, an dem die Kirche der Einsetzung des Herrenmahles durch Jesus selbst gedenkt.
Was wegen der Stille der Karwoche nicht prachtvoll entfaltet werden kann, soll 50 Tage nach Ostern umso feierlicher hervorgehoben werden.
Höhepunkt an diesem Fest ist die Feier der Heiligen Messe. Die Prozession, in der die in den Leib Christi verwandelte Hostie in der Monstranz feierlich mitgetragen wird, bringt vor allem die Weggemeinschaft Jesu mit seinem Volk zum Ausdruck und ist zugleich ein öffentliches Bekenntnis zur Gegenwart des Herrn in der Eucharistie.
Entstanden ist das Fest im 13. Jahrhundert, als das andächtige Anschauen der Hostie mit Anbetung üblich wurde. Diese Form der Frömmigkeit ist auch heute nicht überholt, muss aber immer im Zusammenhang mit der Feier der Eucharistie, besonders der Wandlung, gesehen werden, denn erst durch sie wird aus Brot der Leib Christi.

Leib des Herrn
Das Markusevangelium, das in diesem Jahr an Fronleichnam verkündet wird, berichtet, wie Jesus das Paschamahl durch seine Jünger vorbereiten lässt, wie er dann beim Mahl Brot nahm, es brach und den Jüngern mit den Worten reichte: „Nehmt, das ist mein Leib.“ Dasselbe machte er mit dem Kelch mit den Worten: „Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“
Der Evangelist Johannes spricht in seinem Evangelium vom lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und ewiges Leben schenkt (Joh 6,51).
Brot ist das wichtigste Nahrungsmittel des Menschen. Es steht für die gesamte Ernährung. Im Vaterunser beten wir: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Viele Menschen auf der Welt rufen vergeblich nach diesem Brot. Sie hungern – und es bedarf höchster Anstrengungen aller Menschen, um den Hunger zu stillen.
Es gibt aber noch einen anderen Hunger, der nicht weniger groß ist, den Hunger nach Zuwendung und Liebe, nach geistiger und geistlicher Nahrung. Es ist der Hunger nach Leben in Fülle. Diesen Hunger können Menschen allein nicht stillen. Da bedarf es einer Speise, die nicht von der Erde kommt, sondern vom Himmel. Diese Speise ist Jesus selbst, uns gereicht in Brot und Wein. Jesus gibt nicht irgendein Brot, er selbst ist das Brot.
Wie Brot, das verzehrt wird, Leben schenkt, so schenkt Jesus der Welt das Leben durch seinen Tod.
Jesu Einladung zum Verzehr seines Leibes und Blutes bedeutet, dass wir ihn in uns aufnehmen und Gemeinschaft, Kommunion, mit ihm halten. Christlicher Glaube vollzieht sich nicht nur im Kopf, sondern auch im Magen. Wir sagen ja auch sonst, wenn uns etwas beschäftigt, dass wir es genießen oder verdauen. Eucharistie feiern heißt, Jesus in unser Herz aufnehmen und mit ihm eins werden durch einen tiefen Glauben. Jesus schließt in seinem Mahl einen Bund mit uns, seinem Volk. Er schenkt uns Leben in Fülle. So lebt Christus in uns. Der Name Christ bezeichnet genau diese Gemeinschaft mit dem Herrn.

Wandlung
Wenn Menschen sich etwas schenken, um Liebe und Zuwendung zum Ausdruck zu bringen, dann wandelt sich die Bedeutung des Geschenks, ohne dass man ihm diese Wandlung ansieht. Der Beschenkte aber weiß, dass die Zuneigung des Gebers darin steckt und wird behutsam damit umgehen.

So weiß der Gläubige, dass in jeder Eucharistiefeier das Brot gewandelt wird. Es wird zum Leib Christi. In der Kommunion wird es uns als Speise zum ewigen Leben geschenkt. Hostien, die übrig bleiben, werden wegen dieser Wandlung daher im Tabernakel oder in der Monstranz aufbewahrt.
Dass die Wandlung, die wir feiern, auch unsere Wandlung zur Folge haben muss, leuchtet jedem ein, der glaubt. Wer Liebe erfahren hat, will sie auch erwidern.
Vieles kann sich auch heute an diesem Festtag bei uns wandeln, wenn dieses Fest für uns mehr ist als ein verlängertes Wochenende.

Predigt zum 11. Sonntag im Jahreskreis (13.6.21);  Mk 4,30-32: fest verwurzelt und zugleich himmlisch frei; Pfr. E. Jans

Mk 4,30-32:
"Jesus sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.
Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige,
sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können."


Liebe Gemeinde,

ich finde es ein wunderbares Gleichnis: aus dem kleinen Senfkorn wird etwas ganz Großes. Jesus verwendet dieses Gleichnis für das Reich Gottes. Und da der Glaube eng mit dem Reich Gottes zusammenhängt, ist es zugleich ein schönes Bild für unseren Glauben: der Glaube, der lebendig ist, fest verwurzelt ist, der wächst, der Früchte hervorbringt …
Nun ist die Senfstaude bei uns nicht so bekannt, deshalb möchte ich Sie einladen, sich einfach irgendeinen anderen Baum vorzustellen – einen Baum, der ein Bild für den Glauben sein könnte: sei es der Apfelbaum mit seinen schönen Früchten, oder ein großer, prächtiger Walnussbaum, oder eine schön gewachsene Tanne … Ich selbst würde vielleicht sogar eine Latschenkiefer wählen. Die ist zwar in der Regel eher schief gewachsen und nicht allzu groß, aber sie hat zumindest eine ganz wichtige Eigenschaft, die für den Glauben auch so wichtig ist: die Latschen hoch oben in den Bergen halten so manchen Sturm und manche widrigen Verhältnisse aus. Und nebenbei bieten sie auch Schutz für andere Geschöpfe - auch das etwas, was dem Glauben gut ansteht: nicht nur für sich, sondern auch für andere segensreich zu sein.
Jesus wählt dagegen den Senf aus. Wir wissen nicht genau warum. Vielleicht war gerade eine Senfstaude in seinem Blick. Aber man kann sich schon fragen: wenn er schon von dem Gewächs spricht, das größer wird als alle anderen Gewächse, wieso wählt er dann nicht – wie Ezechiel in der Lesung – die Zeder. Sie überragt in der Heimat Jesu tatsächlich alle anderen Gewächse, und mit ihrer breiten Krone hat sie zudem etwas Majestätisches. Aber vielleicht liegt gerade darin der Grund, warum Jesus doch lieber beim Senf bleibt: denn die majestätische Zeder gilt in seiner Zeit als ein wahrhaft königlicher Baum, der Senf dagegen war eher ein Gewächs des einfachen Mannes oder der einfachen Frau. Gut möglich, dass Jesus damit auch sagen wollte: Das Reich Gottes und der Glaube an diesen menschenfreundlichen Gott: das ist nicht etwas nur für die Könige oder für andere Hochgestellte und Hochgeehrte, ganz im Gegenteil, es ist zuallererst gerade für die einfachen Menschen von Bedeutung.
Dies zu betonen ist Jesus augenscheinlich so wichtig, dass es ihm dann auch egal ist, wenn das Bild botanisch nicht ganz stimmt: aus dem kleinen Senfkorn wird zwar ein großes Gewächs, aber sicher ist es nicht größer als alle anderen Gewächse.
Doch gleichgültig, um welchen Baum es gehen mag, drei Punkte sind mir an diesem Gleichnis wichtig:
Das erste: ob nun Apfelbaum oder Tanne, ob Zeder oder Senf: für sie alle gilt: aus einem kleinen Samen entsteht ein prächtiges Gewächs. Das hat etwas ungemein Optimistisches. Glaube und Optimismus, für Jesus gehört das offensichtlich eng zusammen!
Das zweite: Bäume sind fest verwurzelt und halten manchen Stürmen stand. Wie gut und wie segensreich solche tiefen, starken Wurzeln sind, haben wir vielleicht gerade in den letzten Monaten gespürt, als die Corona-Pandemie wie ein Sturm über uns hinweggefegt ist. Ein festverwurzelter Glaube kann da ungemein hilfreich sein, kann Halt in schweren Situationen geben.
Und schließlich das Dritte: Jesus spricht nicht zufällig auch von den Vögeln des Himmels, die in diesem Baum nisten. Das erinnert nicht nur daran, dass der Glaube immer auch anderen zugute kommen kann und soll. Vor allem stehen die Vögel für die Leichtigkeit, die Fröhlichkeit, die Freiheit. Nicht nur die tiefen, festen Wurzeln machen den Glauben aus, sondern auch diese Leichtigkeit und Freiheit. Und gerade wenn es so manches gibt, was schwer auf uns lastet und was uns hinabzieht, ist es vielleicht gut, auf diese Vögel des Himmels zu schauen, die uns an die Freiheit und die Leichtigkeit erinnern.
All das steckt für mich in diesem kurzen Gleichnis. Und wenn Sie mal wieder an „Ihrem“ Baum vorbeikommen, vielleicht erinnern Sie sich dann daran: genau so kann der Glaube sein: lebendig und fruchtbar, widerstandsfähig und standhaft, und doch stets optimistisch, fröhlich und leicht. Am besten drückt vielleicht folgendes Wortpaar aus, was einen lebendigen Glauben ausmacht: er ist zugleich tief verwurzelt und himmlisch frei. Amen.


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