Katholische Seelsorgeeinheit Isny

Impuls - Der Weg ist das Ziel - Pfarrer Dieter Hunyh

Auch wenn wir das Ziel noch nicht erkennen können, der Weg liegt vor uns.
Jesus Christus hat uns eine Straße gebaut, der wir uns anvertrauen können.
Er ist selber zum Weg geworden, zur Wahrheit, zum Leben.
Diesen Weg wollen wir gehen. Diese Straße wollen wir fahren.

Der Weg entsteht im Gehen. Der ganze Weg liegt im ersten Schritt, die Straße öffnet sich uns, wenn wir starten. Jesus Christus lädt uns ein auf seinen Weg. Er sagt: Kommt und seht. Und er sorgt sich für uns, wenn er uns einlädt:
Nehmt und esst! Nehmt und trinkt. Er ist der Weg und Rastplatz für uns.
Die Wege zu ihm entstehen, wenn wir sie gehen; die Straße unter unseren Rädern.

Wer das Ziel will, muss auch die Wege wollen. Das Ziel ist größer als eine Etappe, es ist mehr als ein Punkt auf der Landkarte. Jesus Christus hat uns das Ziel gezeigt, das Reich Gottes, ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit.
Es ist schon unter uns, wir müssen es nur sehen. Wir müssen nur die Wege gehen, die zu mehr Gerechtigkeit und Liebe führen.

Der Weg, der ein Ziel hat. Unter Weg endet nicht in die Leere, unsere Straße verliert sich im Nichts. Sie hat einen Anfang und ein Ziel:
Aus Gottes Hand – in Gottes Hand. Der Weg Gottes ist der lebendige Mensch. Sein Ziel sind wir als seine Söhne und Töchter. Seine Wege führen zu uns und alle unsere Wege enden bei ihm.

Erleichterungen bei den  Gottesdiensten

Erleichterungen bei den Gottesdiensten


Erfreulicherweise sind die Zahlen von Corona-Infizierten in unserer Gegend seit einiger Zeit auf sehr niedrigem Stand. Da kommt es passend, dass nun bei den Gottesdiensten einige vorsichtige Erleichterungen vorgesehen sind. Hier die wichtigsten Regelungen, die ab sofort gelten:
Anmeldung: Eine Anmeldung zu den Gottesdiensten ist nicht mehr erforderlich. 


Teilnehmerliste: Eine Teilnehmerliste muss nicht geführt werden.


Mindestabstand: Für Menschen, die nicht in häuslicher Gemeinschaft leben, gilt nun ein Mindestabstand von 1,5m. In der Regel bedeutet das für unsere Kirchen, dass jede zweite Bank belegt werden kann. Beim seitlichen Abstand werden die Teilnehmer gebeten, selbst auf den Abstand zu achten. Es werden zwar weiterhin die Plätze markiert sein, aber wenn z.B. Ehepaare oder Familien eine Bank besetzen, können sich natürlich die Abstände ändern.


Gemeindegesang: Der Gemeindegesang in der Kirche ist weiterhin leider nicht möglich. Bei Gottesdiensten im Freien kann gesungen werden, allerdings sollte da der Abstand 2m betragen.


Bei besonderen Gottesdiensten, an denen der Platz knapp werden könnte, bieten wir weiterhin eine Anmeldung an. Wer hier also sicher gehen möchte, einen Platz zu bekommen, kann sich vorher anmelden. Solange Plätze vorhanden sind, können Sie aber natürlich auch hier spontan kommen. Dies betrifft in Isny zwei Gottesdienste im August:
•am Sonntag 9. August um 18.30 Uhr die Wiedereinweihung der Orgel in St. Georg und Jakobus

•am Sonntag 16. August um 18.30 Uhr „Musik und Gebet extra“ in St. Maria


Predigt 12.7.2020 zum Gleichnis vom Sämann (Mt 13,1-9)

Pfr. E. Jans

Liebe Gemeinde,
normalerweise säßen wir jetzt im Bierzelt und würden dort Gottesdienst feiern - anlässlich des Kinderfestes. Nun weiß ich natürlich nicht, ob Sie alle dort wären. Gottesdienst im Bierzelt ist nicht jedermanns Sache. Aber schade ist es schon, dass das Kinderfest in diesem Jahr ausfällt. Zumal es ja ein besonderes Kinderfest wäre: das 400-jährige Jubiläumsfest. Manch einer wird es in diesen Tagen vermissen: kein Bierzelt, keine Kinderfesttrommler, kein Kinderfestumzug, keine fröhlichen Treffen in geselliger Runde. Für andere, für die Schausteller z.B. ist es natürlich auch eine große finanzielle Belastung. Und leid tut mir auch die Kinderfestkommission, die sich für dieses Jahr sicher schon viele Gedanken gemacht und viele Planungen begonnen haben. Und nun alles für die Katz … Ein wenig ist es so wie beim Sämann im Gleichnis: viel gesät, viel Mühe investiert, und dann kommen die Dornen, die Vögel oder Corona ...
Ähnliche Erfahrungen gibt es natürlich nicht nur beim ausgefallenen Kinderfest. Auch unabhängig von Corona kann es passieren, dass wir uns in eine Sache reinhängen, viel Zeit, Kraft und Phantasie investieren, und dann kommt ein blöder Zufall oder widrige Umstände oder sonstwas – und alles ist vergeblich. Solche frustrierenden Erfahrungen kennt wohl jeder.
Auch in Glaubensdingen scheint es nicht anders zu sein. Davon handelt ja dieses Gleichnis. Auch im Reich Gottes geht nicht jede Saat auf.
Allerdings – und das ist das Entscheidende – dieses Gleichnis ist weit davon entfernt, einfach diesen Frust zu beschreiben und festzustellen. Ganz im Gegenteil, am Ende steht doch die Freude über die Ernte. Die Mühe des Sämanns war eben doch nicht vergeblich.
Dabei ist es wohl hilfreich darauf hinzuweisen, dass es sich hier nicht um einen besonders dummen oder faulen Sämann handelt: dumm, weil er nicht auf fruchtbaren Boden sät, faul weil er die Dornen nicht entfernt. In der Heimat Jesu war praktisch jeder Boden ein steiniger Boden und ohne große Maschinen und Chemie wurde man der überall wuchernden Dornen schwer Herr. Es war also schlicht der Normalfall für einen Bauern, dass ein Großteil der Saat nicht aufging. Und trotzdem gingen die Bauern aufs Feld, trotzdem säten sie. Sie taten es, weil sie darauf vertrauten, dass dann das eine oder andere Korn doch aufgeht und reiche Frucht bringt – und damit die Familie ernährt werden kann.
Und so steckt für mich in diesem Gleichnis eine letztlich ermutigende Botschaft: Es mag in deinem Leben manchen Frust geben. Aber schau nicht nur auf das Frustrierende, auf die Misserfolge. Schau nicht nur auf die Dornen, oder die gefräßigen Vögel, oder Corona oder sonstige Plagen im Leben. Schau lieber auf die Saat, die trotz allem aufgeht. Und vor allem, lass dich nicht entmutigen. Säe weiter. Denn erst dann, wenn du aufhörst zu säen, schwindet die Hoffnung auf die Ernte.
Dabei kommen dem Sämann zwei Eigenschaften zugute: Geduld und Optimismus. Und beides können auch wir gut gebrauchen, auch und gerade in Zeiten von Corona. Geduld, wenn nicht jede Saat sofort aufgeht, wenn der Erfolg nicht gleich absehbar ist, oder auch wenn anderes vielleicht ganz schnell aufgeht aber ebenso schnell wieder verdorrt.
Und dann ist da dieser Optimismus, der den Sämann dazu bringt, trotz aller Widernisse aufs Feld zu gehen und zu säen. Dieser Optimismus heißt demnach gerade nicht: ich lege mal die Hände in den Schoß, irgendwie wird schon alles gut gehen. Vielmehr ist es ein Optimismus, der anpackt, weil er weiß: solange ich hinausgehe und säe, solange besteht Hoffnung auf reiche Frucht.
Solche Geduld gepaart mit anpackendem Optimismus wünsche ich uns auch in der Coronakrise, aber nicht weniger in manchen anderen Krisen des Lebens. Vielleicht kann uns der Blick auf diesen geduldigen und optimistischen Sämann helfen, nicht in Frust zu verfallen, sondern gut durch manche schweren Zeiten zu kommen – damit auch wir uns am Ende dann doch über die reiche Frucht freuen können – hundertfach, sechzigfach, dreißigfach. Amen. 

Gebete zur Corona-Kirise

Gebet unserer Diözese

Gott des Lebens,
wie kostbar das Geschenk des Lebens ist, das spüren wir in diesen Wochen besonders;
und ebenso, wie sich Wesentliches von Nebensächlichem unterscheidet.
Jetzt kommen wir zu dir, um dir all diejenigen anzuvertrauen, die deiner und unserer Hilfe in dieser Zeit besonders bedürfen.
Wir bringen dir alle Erkrankten und beten für diejenigen, die sich um sie sorgen, sie pflegen und medizinisch betreuen.
Stärke all diejenigen, die bis an die Grenzen ihrer Kräfte für andere im Einsatz sind.
Allen, die in diesen Monaten Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen müssen, schenke Weisheit und Besonnenheit.
Berühre das Herz der verängstigten und verunsicherten Menschen mit deiner Ruhe.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden. Und wir bitten dich für jene, die jetzt trauern.
Gib Kraft und Fantasie den Familien, die jetzt auf sich zurückgeworfen sind.
Mach uns selbst einfallsreich und achtsam, damit wir Wege finden, für andere da zu sein,zu trösten, zu stärken und Hoffnung zu teilen.
Du bist der lebendige Gott.
Deshalb vertrauen wir uns dir mit unserem Leben, mit unseren Ängsten und mit unserer Kraft, an – durch Christus Jesus und in deiner Geisteskraft. Amen.

Gebet von Bischof Fürst

Guter und treuer Gott
wir tragen unsere Sorgen und unsere Ängste vor Dich und wir bitten in diesen beängstigenden Tagen um deinen Beistand.

Gib uns deinen lebenspendenden Geist, der sich uns in Jesus Christus gezeigt hat.
Lass uns in deinem Geist erkennen, was richtig ist und gib uns die Kraft, das rechte entschlossen zu tun.

Lass uns die Schwachen, Einsamen, Kranken, die Verängstigten und Bedrückten aller Art nicht übersehen.
Hilf uns, dass wir diese Menschen nicht vergessen oder an ihnen vorbeigehen.
Gib uns die Kraft zu helfen und heilsame Begegnungen zu ermöglichen.
Lass sie durch unser Verhalten ihnen gegenüber deinen wirksamen Beistand erfahren.
Durch uns möge Deine Güte und Menschenfreundlichkeit lebendig werden und bleiben.

Das erbitten wir in dieser schweren Zeit von Dir, guter und treuer Gott. Amen.


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