Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe von IsnyAktuell mit dem Kirchenblatt der Kath. Seelsorgeinheit Isny
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Liebe
Gemeinde,
Taufe
bedeutet: wir gehören zu Gott. Er nimmt uns als seine Kinder an. Diese
Verbindung mit Gott ist ungemein mutmachend und befreiend. Allerdings kommt es
gerade bei solchen Verbindungen doch sehr darauf an, mit wem man da verbunden
ist – ich will ja nicht unbedingt mit jedem eng verbunden sein – und manche Verbindung
kann auch schnell mal belastend und einengend werden.
Gerade die
Worte der Lesung sind hier für mich sehr hilfreich. Es sind wunderbare Worte
über den Knecht Gottes. Auch wenn da ursprünglich bei Jesaja eher nicht an
Jesus Christus gedacht war, später haben doch viele gespürt: diese Beschreibung
passt doch bestens auch auf ihn: „Er schreit nicht und lärmt nicht … das
geknickte Rohr zerbricht er nicht, den glimmenden Docht löscht er nicht aus“: Dieser
Gottesknecht geht äußerst behutsam vor. Er will nicht zerstören, sondern
bewahren, auch und gerade dort, wo Leben bedroht ist – wo das Rohr schon
geknickt ist und der Docht zu erlöschen droht. Dieses behutsame und
lebensbejahende Vorgehen ist im Prinzip doch das, was man nicht nur von diesem
Gottesknecht erhofft, sondern eigentlich von jeder Führungspersönlichkeit. Und
es ist – leider – ziemlich genau das Gegenteil von dem, was immer wieder die
Mächtigen dieser Welt tun. Dieser so umsichtige und behutsame Gottesknecht
würde ganz sicher keinen unsinnigen Krieg anzetteln, in fremde Länder
einmarschieren, das Völkerrecht missachten usw. Und wenn dann bei Jesaja noch
von den Inseln die Rede war, die voll Freude auf diesen Gottesknecht warten –
da fallen einem doch schnell wenigstens zwei Inseln ein, Grönland und Taiwan,
die eher befürchten, was benachbarte Großmächte treiben.
Vor dem
Gottesknecht bei Jesaja muss man sich aber nicht fürchten, ganz im Gegenteil. Er
„schreit nicht und lärmt nicht“, er hält keine großspurigen Reden, sondern
tritt lieber mit leisen Tönen für Frieden und Gerechtigkeit ein. Und er zeigt
damit ein doppeltes: erstens wie Gott ist und zweitens wie die sein sollen, die
auf der Erde im Namen Gottes unterwegs sind.
Zunächst:
Gott selbst ist so. Gott selbst kommt nicht mit Gewalt. Erst an Weihnachten
haben wir ja gefeiert, wie Gott in die Welt kommt: nicht mit einem großen Heer,
nicht in den Palästen der Mächtigen, sondern in einem kleinen Kind. Gott selbst
will nicht zerstören, sondern bewahren und schützen. Gerade dort, wo das Rohr
schon geknickt sind, gerade dort, wo Menschen geknickt und niedergeschlagen
sind, will Gott behutsam aufrichten und neues Leben ermöglichen. Gerade dort,
wo der Docht zu erlöschen und der letzte Funke Hoffnung zu verglimmen droht,
will Gott neues Licht bringen und die Hoffnung neu beleben.
Es ist also
dieser behutsame, liebevolle, lebensbejahende Gott, in dessen Namen wir getauft
werden und zu dem wir als Getaufte gehören.
Aber es gehört eben auch das zweite hinzu: jener
Gottesknecht, der das geknickte Rohr nicht zerbricht, zeigt auch, wie wir als
Getaufte in der Welt wirken sollen. Man muss wohl durchaus selbstkritisch
eingestehen, dass sich die Kirche nicht immer so behutsam verhalten hat. Aber
dieser Gottesknecht kann und will Vorbild sein: nicht wie ein Mähdrescher über
alles hinwegfahren, sondern die Geknickten aufrichten, die Schwachen stärken,
die Verzweifelten ermutigen. So sollen wir als Christen handeln: mit leisen Tönen,
aber doch kraftvoll und vor allem liebevoll. Amen.